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Strayz Katzenfutter im Test 2026: Nachhaltig und gut?

Strayz Katzenfutter im Test: Bio-Qualität, Fleischanteil und Nachhaltigkeit unter der Lupe. Lohnt sich das teurere Öko-Nassfutter wirklich?

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Strayz Katzenfutter im Test 2026: Nachhaltig und gut?
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Zusammensetzung
Zutatenqualität, keine Zusatzstoffe, kein Zucker
Sehr gut
Fleischanteil
Anteil tierischer Proteine, Fleischqualität
Sehr gut
Deklaration
Transparenz und Vollständigkeit der Angaben
Sehr gut
Akzeptanz
Praxistest mit Milo und Polly
Sehr gut
Preis-Leistung
Preis im Verhältnis zur gebotenen Qualität
Gut
Unabhängig getestet · 4 Wochen Praxistest
3.5/5Sehr gut

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Strayz ist eine Berliner Bio-Katzenfuttermarke mit sozialer Mission: Pro verkauftem Beutel gehen 20 Cent, pro Dose 40 Cent an Streunerprojekte weltweit. Der Fleischanteil liegt je nach Linie bei 70-95%, die Deklaration ist offen, und alle Zutaten stammen aus kontrolliert ökologischer Landwirtschaft. Klingt gut. Aber reicht das Konzept auch ernährungsphysiologisch? Ich habe sechs Sorten über vier Wochen mit Milo und Polly getestet.

Was ist Strayz?

Strayz wurde 2020 in Berlin von Madeline Metzsch, Saskia te Kaat und Stefanie Zillessen gegründet. Der Name leitet sich von "strays" ab, dem englischen Wort für Streuner. Die Idee: Premium-Bio-Katzenfutter verkaufen und mit jedem Produkt Futter für Straßenkatzen finanzieren.

Das Fleisch stammt von kleinen Bio-Höfen aus Bayern und Österreich. Laut Strayz wird kein Tier extra für die Produktion geschlachtet. Stattdessen werden Teile verarbeitet, die in der Lebensmittelproduktion nicht verwendet werden. Das ist bei den meisten Nassfutterherstellern üblich, aber Strayz kommuniziert es offensiver als andere.

Alle Sorten sind Monoprotein-Rezepturen. Pro Dose oder Beutel kommt nur eine tierische Proteinquelle zum Einsatz. Das macht Strayz interessant für Katzen mit Futtermittelallergien, auch wenn die Marke sich nicht primär als Allergiefutter positioniert.

Erhältlich ist Strayz im eigenen Online-Shop, bei Fressnapf, Rossmann, ZooRoyal und auf Amazon. Die Verfügbarkeit im stationären Handel variiert je nach Region.

Zusammensetzung und Deklaration

Strayz bietet zwei Produktlinien für Katzen an, die sich in Fleischanteil und Konsistenz deutlich unterscheiden.

Classic-Dosen (400g): 95% Fleischanteil

Die 400g-Dosen enthalten 95% einer einzigen Tierart. Am Beispiel Ente & Süßkartoffel: 95% Ente (ca. 75% Fleisch, ca. 5% Hals, ca. 5% Herz, ca. 5% Karkasse, ca. 5% Leber), 2% Süßkartoffel, 1,5% Kokosflocken, 0,95% Bierhefe, 0,55% Mineralstoffe. Kein Getreide, kein Zucker, keine Bindemittel.

95% tierischer Anteil ist ein hoher Wert. Die Zusammensetzung aus Muskelfleisch, Innereien und Karkasse liefert ein breites Nährstoffspektrum. Die Kokosflocken als Ballaststoffquelle sind ungewöhnlich, aber nicht problematisch.

Soßen-Menü (85g/200g Beutel): 70% Fleischanteil

Die Beutel-Varianten in Soße enthalten nur 70% Fleisch. Der Rest verteilt sich auf Brühe (ca. 26%), Gemüse und Mineralstoffe. Am Beispiel Pute & Karotte: 70% Pute (ca. 56% Fleisch, ca. 3,5% Karkasse, ca. 3,5% Herz, ca. 3,5% Hals, ca. 3,5% Leber), 26% Brühe, 2% Karotte, 1,35% Bierhefe, 0,55% Mineralstoffe, 0,1% Spirulina.

Der Unterschied zwischen den Linien ist erheblich. 70% Fleischanteil ist für Bio-Futter akzeptabel, liegt aber unter dem, was Marken wie MjAMjAM oder Anifit bieten. Wer gezielt nach Katzenfutter mit hohem Fleischanteil sucht, sollte zu den 400g-Dosen greifen.

Die Deklaration bewerte ich mit 4 von 5 Punkten. Alle Zutaten sind einzeln mit Prozentangaben aufgeführt. Die Aufschlüsselung der Fleischbestandteile (Muskelfleisch, Herz, Leber, Hals, Karkasse) ist transparent. Einziger Abstrich: Bei den Soßen-Sorten fehlt die genaue Aufschlüsselung der Brühe. Trotzdem besser als viele Konkurrenten, die mit Sammelbezeichnungen wie "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse" arbeiten.

Alle Sorten sind frei von Zucker, Getreide und künstlichen Konservierungsmitteln. Wer Katzenfutter ohne Zucker sucht, wird hier fündig.

Analytische Bestandteile

Die Nährwerte schwanken je nach Sorte erheblich. Hier die Werte der gängigsten Sorten im Vergleich:

SorteRohproteinRohfettRohascheRohfaserFeuchtigkeit
Huhn & Zucchini (95%)12,0%10,0%2,4%1,0%74,5%
Ente & Süßkartoffel (95%)13,0%8,7%2,5%0,9%74,0%
Gans & Kürbis (95%)13,0%11,0%2,15%1,28%72,5%
Lachs & Brokkoli (95%)11,76%11,27%1,98%0,32%73,67%
Rind & Rote Beete (70%)9,5%5,7%1,38%0,15%81,8%

Die Classic-Dosen mit 95% Fleisch liefern 11,7-13% Rohprotein. Umgerechnet auf die Trockenmasse ergibt das ca. 46-50% Protein. Für ein Alleinfutter in Ordnung, wenn auch nicht überragend.

Auffällig ist die Sorte Rind & Rote Beete. Mit nur 9,5% Rohprotein und 5,7% Rohfett liegt sie deutlich unter den anderen Sorten. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt von 81,8% erklärt die niedrigen Werte teilweise, aber umgerechnet auf die Trockenmasse bleiben nur ca. 52% Protein. Das Calcium-Phosphor-Verhältnis dieser Sorte (0,15/0,09) ist zudem auffällig niedrig. Ich würde Rind & Rote Beete nicht als alleiniges Futter empfehlen.

Der Aschegehalt liegt bei den meisten Sorten zwischen 2,0 und 2,5%. Das ist ein normaler Bereich. Der Rohfasergehalt schwankt stark (0,15-1,28%), was an den unterschiedlichen Gemüseanteilen liegt.

Akzeptanz bei Milo und Polly

Vier Wochen Testphase, sechs Sorten. Das Ergebnis war gemischt.

Milo (10, EKH, wählerisch) hat die Classic-Dosen besser angenommen als die Soßen-Beutel. Ente & Süßkartoffel und Gans & Kürbis hat er über den gesamten Zeitraum gefressen. Lachs & Brokkoli wurde nach drei Tagen verweigert. Von den Soßen-Varianten hat er Pute & Karotte halbherzig akzeptiert, Rind & Rote Beete komplett stehen lassen. Die Konsistenz der Soße scheint ihm nicht zu liegen.

Polly (4, BKH, frisst alles) hat erwartungsgemäß alle Sorten akzeptiert. Die Soßen-Beutel hat sie sogar bevorzugt. Das liegt vermutlich an der Konsistenz: Die Soße macht das Futter schleckfreundlicher. Für Pollys Diät (aktuell 5,2 kg) sind die Soßen-Varianten allerdings weniger ideal. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt bedeutet weniger Nährwert pro Gramm, und Polly frisst dann entsprechend mehr.

Die Verträglichkeit war bei beiden Katzen gut. Kein Erbrechen, keine Verdauungsprobleme. Das Fell hat sich über vier Wochen nicht merklich verändert, was bei einem so kurzen Testzeitraum normal ist.

Akzeptanz: 3,5 Punkte. Die Classic-Dosen schneiden gut ab, die Soßen-Varianten polarisieren.

Preisvergleich

Strayz gehört zu den teureren Bio-Marken auf dem Markt. Die Preise im eigenen Online-Shop (Stand März 2026):

FormatPreisKilopreis
85g Beutel1,49 EUR17,53 EUR/kg
14x85g Beutel19,90 EUR16,72 EUR/kg
400g Dose4,49 EUR11,23 EUR/kg
6x400g Dosen25,90 EUR10,79 EUR/kg

Die 400g-Dosen im Multipack sind mit 10,79 EUR/kg das beste Angebot. Die 85g-Beutel kosten fast das Doppelte pro Kilo. Bei Fressnapf und ZooRoyal liegen die Preise auf ähnlichem Niveau, gelegentlich mit kleinen Aktionsrabatten.

Im Vergleich mit anderen getesteten Marken:

MarkeKilopreis (ca.)Fleischanteil
Strayz Classic (400g)10-11 EUR95%
Strayz Soße (85g)16-18 EUR70%
MjAMjAM8-12 EUR63-96%
Catz Finefood12-16 EUR65-70%
Anifit17-20 EUR93-99%

Die Classic-Dosen bieten ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis: 95% Fleisch in Bio-Qualität für rund 11 EUR/kg. Die Soßen-Beutel sind dagegen teuer für das, was drin ist. 70% Fleisch bei 17 EUR/kg ist schwer zu rechtfertigen, wenn MjAMjAM für weniger Geld mehr Fleisch liefert.

Für eine Katze (4 kg, Wohnungskatze) bei ca. 200-250g pro Tag entstehen monatliche Kosten von 65-80 EUR bei den Classic-Dosen und 100-130 EUR bei den Soßen-Beuteln.

Wer den besten Wert will, nutzt den Futter-Finder und vergleicht gezielt.

Für wen eignet sich Strayz?

Gut geeignet für:

  • Halter, denen Bio-Qualität und Nachhaltigkeit wichtig sind. Der soziale Aspekt (Streuner-Spende) ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal
  • Katzen mit Futtermittelallergien, die von den Monoprotein-Rezepturen profitieren
  • Katzen, die klassische Pâté-Konsistenz (400g-Dosen) bevorzugen

Weniger geeignet für:

  • Preisbewusste Haushalte mit mehreren Katzen. Bei zwei Katzen kommen schnell 150-200 EUR pro Monat zusammen
  • Wählerische Katzen, die Soßen-Futter bevorzugen. Die 85g-Beutel haben ein schlechteres Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Halter, die maximalen Fleischanteil zum besten Preis suchen. MjAMjAM oder Leonardo bieten hier mehr für weniger

Das Bio-Siegel und die Streuner-Spende sind die beiden stärksten Argumente für Strayz. Rein ernährungsphysiologisch gibt es Marken, die bei gleichen oder niedrigeren Kosten bessere Nährwertprofile liefern. Die Classic-Dosen mit 95% Fleisch sind aber solide. Die Soßen-Beutel mit 70% Fleisch fallen dagegen ab.

Häufige Fragen

Ist Strayz ein gutes Katzenfutter?

Strayz bietet solides Bio-Nassfutter mit offener Deklaration. Die Classic-Dosen mit 95% Fleischanteil sind gut zusammengesetzt: Monoprotein, kein Getreide, kein Zucker, keine Bindemittel. Die Soßen-Beutel mit 70% Fleisch sind ernährungsphysiologisch schwächer. Ein gutes Futter, das vor allem durch Bio-Qualität und den sozialen Aspekt punktet.

Wie viel spendet Strayz pro Produkt?

Pro verkauftem 85g-Beutel gehen 20 Cent, pro 400g-Dose 40 Cent an Streunerprojekte weltweit. Die Ernährung einer Straßenkatze kostet laut Strayz durchschnittlich 20 Cent am Tag. Zwei Beutel oder eine Dose finanzieren also rechnerisch eine volle Tagesration für eine Straßenkatze.

Hat Strayz Katzenfutter mit Insektenprotein?

Nein. Strayz setzt ausschließlich auf klassische tierische Proteinquellen in Bio-Qualität: Huhn, Ente, Gans, Pute, Rind und Lachs. Insektenprotein-Katzenfutter gibt es von anderen Herstellern wie Yora oder Catit, allerdings ist die Akzeptanz bei Katzen oft gering und die Langzeitstudien zur Eignung als Alleinfutter fehlen noch weitgehend.

Wo kann ich Strayz Katzenfutter kaufen?

Strayz ist im eigenen Online-Shop (strayz.de), bei Fressnapf, Rossmann, ZooRoyal und auf Amazon erhältlich. Die Verfügbarkeit in Fressnapf-Filialen und Rossmann-Märkten variiert regional. Online ist die komplette Produktpalette verfügbar, im stationären Handel oft nur einzelne Sorten.

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