Anifit gehört zu den Marken, die man nicht im Supermarkt findet. Kein Regal bei Fressnapf, keine Amazon-Listung. Das Futter gibt es nur über Berater und den hauseigenen Online-Shop. Das schreckt viele ab, weil es nach Vertriebsstruktur klingt.
Die Frage ist: Ist das Futter wirklich so gut, dass sich der Aufwand lohnt? Oder zahlt man vor allem für das Marketing?
Ich habe sechs Sorten über drei Monate mit Milo und Polly getestet. Hier ist meine ehrliche Einschätzung.
Auf einen Blick
- Hersteller: Provital GmbH (Produktion in Schweden)
- Fleischanteil: 93-99% (je nach Sorte)
- Getreide: Nein
- Zucker: Nein
- Konservierungsstoffe: Nein
- Preis: ca. 7-8 EUR pro 400g Dose (Kilopreis ca. 17-20 EUR)
- Bezugsquelle: Nur über anifit.de (nicht im Handel)
- Rabattcode: JETZT10 (10% auf die Erstbestellung)
Deklaration und Zusammensetzung
Die Deklaration bei Anifit ist offen, das heißt: Alle Zutaten sind einzeln mit Prozentangabe aufgeführt. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Viele Hersteller verstecken sich hinter Sammelbegriffen wie "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse".
Nehmen wir die Sorte "Puterichs Delight" als Beispiel:
| Bestandteil | Anteil |
|---|---|
| Putenfleisch | 67% |
| Putenmagen | 20% |
| Putenherz | 8% |
| Putenleber | 4% |
| Mineralstoffe | 0,5% |
| Lachsöl | 0,5% |
Fleischanteil: 99%. Das ist kein Marketing-Trick, das steht tatsächlich so in der Deklaration und lässt sich nachrechnen. Es gibt kein Getreide, keinen Zucker, keine pflanzlichen Nebenerzeugnisse, keine Füllstoffe.
Analytische Bestandteile
| Wert | Angabe |
|---|---|
| Rohprotein | 10,5% |
| Rohfett | 6,8% |
| Rohasche | 2,0% |
| Rohfaser | 0,4% |
| Feuchtigkeit | 79% |
Die Werte sind typisch für ein hochwertiges Nassfutter mit hohem Fleischanteil. Der Proteingehalt von 10,5% klingt niedrig, liegt aber im Rahmen, wenn man die hohe Feuchtigkeit berücksichtigt. Auf die Trockenmasse umgerechnet sind es rund 50% Protein, was einem natürlichen Beuteprofil nahekommt.
Praxistest mit Milo und Polly
Milo (10, EKH, wählerisch, empfindlicher Magen)
Milo hat drei von sechs Sorten akzeptiert: Puterichs Delight, Katzentopf und Eismeer Terrine. Die restlichen drei (mit Fischanteil) hat er ignoriert, was mich nicht überrascht. Fisch frisst er grundsätzlich nicht.
Die Verdauung war gut. Kein Durchfall, kein Erbrechen, Stuhlkonsistenz normal. Das ist bei Milos empfindlichem Magen nicht selbstverständlich. Bei manchen "Premium"-Marken hatte er trotz hohem Fleischanteil Probleme, was oft an Bindemitteln oder Füllstoffen liegt, die Anifit nicht verwendet.
Polly (4, BKH, frisst alles)
Polly hat alle sechs Sorten gefressen. Sofort. Wie immer. Pollys Test ist damit wenig aussagekräftig, aber zumindest gab es keine Auffälligkeiten bei der Verdauung.
Konsistenz und Geruch
Das Futter hat eine stückige, pâtéartige Konsistenz. Der Geruch ist fleischig, aber nicht unangenehm. Im Vergleich zu Supermarkt-Futter riecht es deutlich weniger "chemisch". Die Dosen sind sauber verarbeitet, das Futter lässt sich gut portionieren.
Preis-Leistungs-Verhältnis
Hier wird es ehrlich: Anifit ist teuer. Bei einem Kilopreis von 17-20 EUR liegt es deutlich über dem Durchschnitt, auch im Premium-Segment.
Für eine durchschnittliche Katze (4 kg, Wohnungskatze) rechne ich mit ca. 200-250g Nassfutter pro Tag. Das sind:
| Zeitraum | Kosten |
|---|---|
| Pro Tag | ca. 3,50-5,00 EUR |
| Pro Monat | ca. 105-150 EUR |
| Pro Jahr | ca. 1.260-1.800 EUR |
Zum Vergleich: Gutes Nassfutter aus dem Handel (Catz Finefood, MAC's) liegt bei 80-100 EUR pro Monat. Supermarkt-Futter bei 30-50 EUR.
Anifit ist also 50-100% teurer als vergleichbare Premium-Marken. Die Frage ist, ob der höhere Fleischanteil und die offene Deklaration diesen Aufschlag rechtfertigen.
Meine Einschätzung: Für Katzen mit empfindlichem Magen oder Futtermittelunverträglichkeiten kann sich Anifit lohnen, weil die reduzierte Zutatenliste Probleme vermeidet. Für gesunde Katzen ohne Einschränkungen gibt es Alternativen mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, die qualitativ nicht weit entfernt sind.
Vorteile
- 93-99% Fleischanteil, nachprüfbar durch offene Deklaration
- Kein Getreide, kein Zucker, keine Konservierungsstoffe
- Schwedische Produktion mit strengen Lebensmittelstandards
- Gute Verträglichkeit, auch bei empfindlichen Katzen
- Große Sortenvielfalt (über 10 Sorten)
Nachteile
- Hoher Preis (Kilopreis 17-20 EUR)
- Nur über den Online-Shop bestellbar, nicht im Handel
- Vertriebsstruktur über Berater kann abschreckend wirken
- Mindestbestellwert für versandkostenfreie Lieferung
- Keine Einzeldosen zum Probieren (nur Probierpaket)
Fazit
Anifit liefert, was es verspricht: hochwertiges Nassfutter mit transparenter Deklaration und hohem Fleischanteil. Die Qualität der Zutaten ist schwer zu übertreffen. Das hat allerdings seinen Preis.
Ich empfehle Anifit besonders für Katzen mit Verdauungsproblemen oder Futtermittelunverträglichkeiten. Die reduzierte Zutatenliste macht die Identifikation von Auslösern einfacher, und die Verträglichkeit war in meinem Test hervorragend.
Für alle anderen: Probiert das Schnupperpaket mit dem Code JETZT10 (10% Rabatt auf die Erstbestellung). So könnt ihr testen, ob eure Katze das Futter annimmt, bevor ihr euch auf die höheren Kosten einlasst.
Häufige Fragen
Ist Anifit Katzenfutter wirklich so gut?
Die Qualität der Zutaten ist objektiv sehr hoch. 93-99% Fleischanteil, offene Deklaration, keine Zusatzstoffe. Ob sich der Preis lohnt, hängt von deinem Budget und den Bedürfnissen deiner Katze ab.
Wo kann ich Anifit Katzenfutter kaufen?
Nur über den offiziellen Online-Shop unter anifit.de. Im stationären Handel ist Anifit nicht verfügbar.
Wie teuer ist Anifit im Monat?
Für eine durchschnittliche Katze (4 kg) ca. 105-150 EUR pro Monat. Das liegt deutlich über Supermarkt-Futter (30-50 EUR) und auch über anderen Premium-Marken (80-100 EUR).
Gibt es einen Anifit Rabattcode?
Mit dem Code JETZT10 erhältst du 10% Rabatt auf deine Erstbestellung.
Ist Anifit besser als Catz Finefood oder MAC's?
Anifit hat den höchsten Fleischanteil (bis 99%), während Catz Finefood bei 60-70% und MAC's bei 70-80% liegt. Qualitativ sind alle drei gut. Anifit ist aber 50-100% teurer. Ob der Unterschied den Aufpreis wert ist, hängt von deiner Katze ab. Einen Vergleich aller getesteten Marken findest du im Katzenfutter Test 2026. Wenn du unsicher bist, hilft dir der Futter-Finder bei der Auswahl.



