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Catz Finefood Katzenfutter im Test

Catz Finefood im Praxistest. 65-70% Fleischanteil, offene Deklaration, Monoprotein-Linie Purrrr. Ideal bei Allergien?

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Catz Finefood Katzenfutter im Test
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Zusammensetzung
Zutatenqualität, keine Zusatzstoffe, kein Zucker
Sehr gut
Fleischanteil
Anteil tierischer Proteine, Fleischqualität
Sehr gut
Deklaration
Transparenz und Vollständigkeit der Angaben
Ausgezeichnet
Akzeptanz
Praxistest mit Milo und Polly
Sehr gut
Preis-Leistung
Preis im Verhältnis zur gebotenen Qualität
Gut
Unabhängig getestet · 4 Wochen Praxistest
4/5Sehr gut

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Catz Finefood gehört zu den soliden Premium-Marken aus Deutschland mit einem klaren Vorteil: die Purrrr-Linie bietet echtes Monoprotein-Futter für Katzen mit Allergien oder Unverträglichkeiten. Die offene Deklaration ist vorbildlich, der Fleischanteil mit 65-70% ordentlich. Der Preis liegt mit 12-16 EUR pro Kilo über dem Durchschnitt, was sich nicht jeder Haushalt leisten kann.

Ich habe mehrere Sorten aus allen drei Produktlinien über sechs Wochen mit Milo und Polly getestet.

Auf einen Blick

  • Hersteller: Catz Finefood (deutsche Marke)
  • Fleischanteil: 65-70% (Classic), variiert bei Purrrr und Fillets
  • Getreide: Nein
  • Zucker: Nein
  • Künstliche Zusatzstoffe: Nein
  • Deklaration: Offen, mit Einzelauflistung aller Zutaten
  • Preis: ca. 12-16 EUR/kg
  • Bezugsquellen: Online-Shops (Zooplus, Amazon), vereinzelt im stationären Fachhandel

Was ist Catz Finefood?

Catz Finefood ist eine deutsche Katzenfuttermarke mit drei Produktlinien, die sich an unterschiedliche Bedürfnisse richten.

Classic bildet das Kernprogramm. Die Sorten tragen Nummern (No. 3 Geflügel, No. 5 Lachs und Geflügel, No. 7 Kalb usw.) und enthalten jeweils 65-70% Fleisch. Die meisten Sorten kombinieren zwei Proteinquellen. Das ist für gesunde Katzen ohne Allergien eine gute Basis.

Purrrr ist die Monoprotein-Linie. Jede Dose enthält nur eine einzige tierische Proteinquelle. Das macht sie zur ersten Wahl bei Ausschlussdiäten und Futtermittelallergien. Dazu gleich mehr im Detail.

Fillets setzt auf Filetstücke in Gelee oder Brühe. Die Konsistenz unterscheidet sich deutlich von den anderen Linien. Weniger Pâté, mehr sichtbare Stücke. Der Fleischanteil fällt hier etwas geringer aus als bei Classic.

Zusammensetzung und Deklaration

Die Deklaration von Catz Finefood ist mit 5 von 5 Punkten der stärkste Aspekt dieser Marke. Jede Zutat wird einzeln mit Prozentangabe aufgeführt. Keine Sammelbezeichnungen, keine versteckten Füllstoffe. Das ermöglicht eine echte Bewertung dessen, was in der Dose steckt.

Am Beispiel der Classic No. 3 (Geflügel): Hühnerfleisch, Hühnerherzen, Hühnermägen und Hühnerleber machen zusammen rund 67% aus. Ergänzt wird das durch Brühe, Mineralstoffe, Lachsöl und Löwenzahn. Kein Getreide, kein Zucker, keine Verdickungsmittel wie Guarkernmehl oder Cassia Gum.

Analytische Bestandteile (Classic No. 3)

WertAngabe
Rohprotein10,8%
Rohfett6,5%
Rohasche2,4%
Rohfaser0,5%
Feuchtigkeit78%

Umgerechnet auf die Trockenmasse ergibt sich ein Proteingehalt von rund 49% und ein Fettanteil von 30%. Das passt zum natürlichen Nährstoffprofil einer Katze, die sich in freier Natur von kleinen Beutetieren ernährt.

Der Aschegehalt von 2,4% ist akzeptabel. Werte unter 2% wären besser, alles über 3% würde ich kritisch sehen. Catz Finefood liegt im vertretbaren Bereich.

Die Purrrr-Linie: Monoprotein für Allergiker

Die Purrrr-Linie ist der eigentliche Grund, warum Catz Finefood in meinem Regal steht. Echtes Monoprotein-Futter, bei dem tatsächlich nur eine tierische Proteinquelle verarbeitet wird, ist im deutschen Markt selten. Viele Marken schreiben "Lamm" auf die Dose und mischen trotzdem Hühnerbrühe oder Rinderfett bei. Bei Purrrr ist das anders.

Jede Sorte enthält ausschließlich eine Tierart. Purrrr No. 107 (Känguru) zum Beispiel besteht aus Kängurufleisch, Känguruleber und Kängurulunge. Keine Hühnerbrühe, kein Fischöl. Das ist entscheidend für Katzen mit nachgewiesener Futtermittelallergie, weil jede Fremdprotein-Kontamination die Ausschlussdiät zunichtemacht.

Die verfügbaren Proteinquellen reichen von gängigen Sorten (Huhn, Rind) bis zu exotischen Optionen wie Känguru, Pferd und Kamel. Gerade die exotischen Sorten sind bei Allergikern relevant, weil die Katze diese Proteine in der Regel noch nie gefressen hat und daher keine Sensibilisierung besteht.

Für Milos gelegentliche Magenprobleme habe ich die Purrrr-Linie als Schonkost-Alternative im Vorrat. Wenn sein Magen empfindlich reagiert, füttere ich drei bis vier Tage ausschließlich Purrrr No. 103 (Huhn). Das hat sich bewährt.

Praxistest mit Milo und Polly

Milo (10, EKH, wählerisch, empfindlicher Magen)

Milo hat die Classic-Sorten mit gemischtem Interesse aufgenommen. No. 3 (Geflügel) und No. 7 (Kalb) hat er regelmäßig gefressen. No. 5 (Lachs und Geflügel) hat er nach zwei Tagen verweigert. Die Purrrr-Sorten hat er besser akzeptiert, vermutlich wegen des intensiveren Fleischgeschmacks ohne ablenkende Nebenkomponenten.

Die Verträglichkeit war gut. Kein Erbrechen, keine weichen Stühle über den gesamten Testzeitraum. Die Konsistenz von Catz Finefood ist feiner als bei MjAMjAM, eher Pâté-artig. Milo bevorzugt das eigentlich nicht, hat aber trotzdem gefressen.

Polly (4, BKH, frisst alles, auf Diät bei 5,2 kg)

Polly hat erwartungsgemäß alles akzeptiert. Für ihre Diät ist der moderate Fettgehalt von 6,5% hilfreich. Im Vergleich zu fettreicheren Marken (8-9% Rohfett) spart das bei gleicher Futtermenge ein paar Kalorien pro Tag. Über sechs Wochen hat Polly 80g abgenommen. Nicht viel, aber die Tendenz stimmt.

Die Fillets-Linie hat bei Polly für besondere Begeisterung gesorgt. Die sichtbaren Fleischstücke in Gelee scheinen ihr zu schmecken. Für die Diät eignen sich die Fillets allerdings weniger gut, weil der Gelee-Anteil den Nährwert pro Gramm senkt und Polly dann mehr frisst, um satt zu werden.

Preisvergleich

Catz Finefood ist kein günstiges Futter. Mit 12-16 EUR pro Kilo liegt es im oberen Bereich des Premium-Segments. Die Purrrr-Linie ist nochmals teurer als Classic.

Für eine durchschnittliche Katze (4 kg, Wohnungskatze) bei ca. 200-250g Nassfutter pro Tag:

ZeitraumKosten ClassicKosten Purrrr
Pro Tagca. 2,50-3,50 EURca. 3,00-4,00 EUR
Pro Monatca. 75-105 EURca. 90-120 EUR

Im Vergleich mit anderen Premium-Marken:

MarkeKilopreis (ca.)Fleischanteil
Catz Finefood Classic12-16 EUR65-70%
MjAMjAM8-12 EUR63-96%
Leonardo10-14 EUR70-90%
Anifit17-20 EUR93-99%

Beim reinen Preis-Leistungs-Verhältnis schneiden Marken wie MjAMjAM besser ab, die bei niedrigerem Kilopreis einen höheren Fleischanteil bieten. Der Mehrpreis bei Catz Finefood lässt sich aber durch die Deklarationsqualität und vor allem durch die Purrrr-Monoprotein-Linie rechtfertigen. Wer eine Katze mit Futtermittelallergie hat, findet hier ein Produkt, das in dieser Konsequenz selten ist.

Für welche Katzen eignet sich Catz Finefood?

Catz Finefood ist eine gute Wahl für Halter, die Wert auf transparente Deklaration legen und bereit sind, dafür mehr zu zahlen. Die Classic-Linie eignet sich für gesunde Katzen ohne besondere Anforderungen. Wer gezielt nach Katzenfutter mit hohem Fleischanteil sucht, findet mit 65-70% einen soliden Wert, auch wenn andere Marken hier mehr bieten.

Die Purrrr-Linie ist das Alleinstellungsmerkmal. Für Katzen mit diagnostizierten Futtermittelallergien oder Unverträglichkeiten ist sie eine der besten Optionen auf dem deutschen Markt. Die konsequente Einhaltung des Monoprotein-Prinzips (keine versteckten Fremdproteine in Brühe oder Fett) macht den Unterschied zu Marken, die nur "Monoprotein" auf die Verpackung drucken.

Weniger geeignet ist Catz Finefood für preisbewusste Mehrkatzenhaushalte. Bei zwei oder drei Katzen summieren sich 75-110 EUR pro Tier und Monat schnell auf einen Betrag, der das Budget sprengt.

Häufige Fragen

Ist Catz Finefood ein gutes Katzenfutter?

Catz Finefood gehört zu den besseren Premium-Nassfuttermarken in Deutschland. Die offene Deklaration ist vorbildlich, der Fleischanteil von 65-70% liegt über dem Durchschnitt. Kein Getreide, kein Zucker, keine künstlichen Zusätze. Die Purrrr-Monoprotein-Linie hebt die Marke von vielen Konkurrenten ab.

Was kostet Catz Finefood pro Monat?

Für eine einzelne Katze (4 kg) ca. 75-110 EUR pro Monat, abhängig von der gewählten Linie. Die Classic-Sorten liegen bei 75-105 EUR, die Purrrr-Linie bei 90-120 EUR. Damit ist Catz Finefood teurer als MjAMjAM (48-75 EUR) und günstiger als Anifit (105-150 EUR).

Eignet sich Catz Finefood Purrrr bei Futtermittelallergien?

Die Purrrr-Linie ist speziell für Katzen mit Futtermittelallergien konzipiert. Jede Sorte enthält nur eine einzige tierische Proteinquelle, ohne versteckte Fremdproteine in Brühe oder Fett. Exotische Sorten wie Känguru, Pferd und Kamel erleichtern die Ausschlussdiät, weil die meisten Katzen diese Proteine noch nie gefressen haben.

Wo kann ich Catz Finefood kaufen?

Catz Finefood ist primär online erhältlich: Zooplus, Amazon und der eigene Online-Shop sind die gängigsten Bezugsquellen. Einige spezialisierte Tierhandlungen führen die Marke ebenfalls. Im stationären Handel (Fressnapf, DM) ist Catz Finefood nicht flächendeckend verfügbar.

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