Das Wort "Zusatzstoffe" klingt erst mal nach Chemie und Industriefutter. Viele Katzenhalter möchten am liebsten ein Futter ganz ohne Zusätze. Aber so einfach ist es nicht. Einige Zusatzstoffe sind für Katzen lebenswichtig, andere tatsächlich bedenklich. Und wieder andere dienen weder der Katze noch dem Futter, sondern nur dem Marketing.
Wer die Zutatenliste auf der Dose versteht, kann innerhalb von Sekunden einschätzen, ob ein Futter vernünftig zusammengesetzt ist. Hier erkläre ich, welche Zusatzstoffe deine Katze braucht, welche du meiden solltest und wie du beides auf der Verpackung erkennst.
Was sind Zusatzstoffe im Katzenfutter?
Die EU-Futtermittelverordnung (EG Nr. 1831/2003) definiert Zusatzstoffe als Stoffe, die dem Futter bewusst zugesetzt werden, um eine bestimmte Wirkung zu erzielen. Sie müssen zugelassen und auf der Verpackung deklariert werden.
Die EU unterteilt Zusatzstoffe in fünf Kategorien:
- Technologische Zusatzstoffe: Konservierungsmittel, Antioxidantien, Emulgatoren, Geliermittel. Sie machen das Futter haltbar und formbar.
- Sensorische Zusatzstoffe: Aromastoffe, Farbstoffe, Geschmacksverstärker. Sie beeinflussen Aussehen und Geschmack.
- Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe: Vitamine, Spurenelemente, Aminosäuren. Sie ergänzen den Nährstoffgehalt.
- Zootechnische Zusatzstoffe: Verdauungsförderer, Darmstabilisatoren, Probiotika. Sie unterstützen die Verdauung.
- Kokzidiostatika und Histomonostatika: Gegen Darmparasiten, im Katzenfutter selten relevant.
Die ersten drei Kategorien begegnen dir auf jeder Katzenfutterdose. Die entscheidende Frage ist immer: Dient der Zusatzstoff der Katze oder dem Hersteller?
Notwendige Zusatzstoffe: Was deine Katze wirklich braucht
Katzen haben einen hochspezialisierten Stoffwechsel. Ihr Körper kann bestimmte Nährstoffe nicht selbst herstellen, die Hunde oder Menschen problemlos aus Vorstufen bilden. Ohne gezielte Ergänzung im Futter entstehen Mangelerscheinungen, teils innerhalb weniger Wochen.
Taurin
Taurin ist die bekannteste essenzielle Aminosäure für Katzen. Im Gegensatz zu Hunden können Katzen Taurin nicht in ausreichender Menge aus Methionin und Cystein synthetisieren. Ein Mangel führt zu dilatativer Kardiomyopathie (Herzmuskelerkrankung), Netzhautdegeneration bis zur Erblindung und Fortpflanzungsstörungen.
In rohem Fleisch kommt Taurin natürlich vor, besonders in Herz und dunklem Muskelfleisch. Durch das Erhitzen bei der Futterherstellung geht ein Teil verloren. Deshalb setzen Hersteller Taurin als Einzelfuttermittel zu. Wenn du auf der Dose "Taurin 1500 mg/kg" liest, ist das ein gutes Zeichen. Die empfohlene Mindestmenge liegt bei 1000 mg/kg Trockenmasse für Nassfutter.
Vitamin A
Katzen fehlt das Enzym, das Beta-Carotin (aus Karotten und anderen pflanzlichen Quellen) in Vitamin A umwandelt. Sie sind auf vorgeformtes Vitamin A aus tierischen Quellen angewiesen. Leber ist die reichste natürliche Quelle, aber zu viel Leber führt zu Hypervitaminose A mit Gelenkversteifungen. Deshalb wird Vitamin A im Futter exakt dosiert zugesetzt, meist als Retinylacetat oder Retinylpalmitat. Der Bedarf liegt bei etwa 3300 IE/kg Trockenmasse.
Vitamin D
Auch Vitamin D können Katzen nicht über die Haut durch Sonnenlicht produzieren, anders als Menschen. Sie brauchen es aus der Nahrung, primär aus tierischem Gewebe. Im industriell hergestellten Futter wird Vitamin D3 (Cholecalciferol) ergänzt. Ein Mangel führt zu Knochenerweichung, ein Überschuss zu Nierenverkalkung. Die Dosierung ist eng und muss stimmen.
Vitamin E
Vitamin E (Tocopherol) schützt Zellmembranen vor oxidativem Stress. Im Katzenfutter erfüllt es eine Doppelrolle: Es ist sowohl ein notwendiger Nährstoff als auch ein natürliches Antioxidans, das die Fette im Futter vor dem Ranzigwerden schützt. Gute Hersteller nutzen Vitamin E gleichzeitig als Konservierungsmittel und als Nährstoffquelle.
Mineralstoffe und Spurenelemente
Das Verhältnis von Calcium zu Phosphor ist für Katzen entscheidend. Es sollte zwischen 1,1:1 und 1,5:1 liegen. Stimmt dieses Verhältnis nicht, drohen Knochenstoffwechselstörungen bei jungen Katzen und Nierenschäden bei älteren. Reines Muskelfleisch enthält viel Phosphor, aber wenig Calcium. Deshalb ergänzen Hersteller Calciumcarbonat oder Knochenmehl.
Weitere wichtige Spurenelemente: Zink (für Haut und Immunsystem), Eisen (für Blutbildung), Mangan, Kupfer und Jod. Diese werden häufig als Chelate zugesetzt, also an Aminosäuren gebunden, weil der Körper sie so besser aufnehmen kann. Wenn auf der Dose "Zinkchelat" oder "Eisen(II)-sulfat" steht, sind das sinnvolle Zusätze.
Bedenkliche Zusatzstoffe: Was du meiden solltest
Nicht jeder Zusatzstoff dient der Gesundheit deiner Katze. Einige werden ausschließlich aus wirtschaftlichen Gründen eingesetzt: Sie verlängern die Haltbarkeit, verbessern das Aussehen oder senken die Produktionskosten. Einige davon stehen im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein.
BHA und BHT
Butylhydroxyanisol (BHA, E320) und Butylhydroxytoluol (BHT, E321) sind synthetische Antioxidantien, die Fette vor dem Ranzigwerden schützen. Sie sind billig und hochwirksam. BHA ist von der Internationalen Agentur für Krebsforschung (IARC) als "möglicherweise krebserregend für den Menschen" eingestuft (Gruppe 2B). Studien an Ratten zeigten Tumorbildung im Vormagen bei hoher Dosierung.
Ob die geringen Mengen im Katzenfutter tatsächlich schädlich sind, ist wissenschaftlich nicht abschließend geklärt. Aber es gibt keinen Grund, das Risiko einzugehen. Vitamin E und Rosmarinextrakt konservieren genauso zuverlässig.
Ethoxyquin (E324)
Ethoxyquin wurde ursprünglich als Pestizid entwickelt und später als Antioxidans in Tierfutter zugelassen. In der EU ist es seit 2017 für die meisten Anwendungen in Tierfutter nicht mehr zugelassen, weil die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) die Sicherheit nicht bestätigen konnte. In importiertem Futter oder über Fischmehl als Vorprodukt taucht es gelegentlich noch auf. Auf der Deklaration findest du es unter E324 oder dem vollen Namen.
Künstliche Farbstoffe
Katzen sehen keine Farben so wie Menschen. Ob das Futter braun, rot oder gelb aussieht, ist ihnen gleichgültig. Farbstoffe wie Tartrazin (E102, gelb), Cochenillerot (E124) oder Allurarot (E129) richten sich an den Käufer. E102 und E129 stehen im Verdacht, bei Kindern Hyperaktivität auszulösen. Für Katzen gibt es keine belastbaren Studien zu den Auswirkungen, aber der Nutzen ist null. Ein Futter, das Farbstoffe enthält, spart an anderer Stelle.
Propylenglykol
Propylenglykol (E1520) ist ein Feuchthaltemittel, das in halbfeuchtem Futter und manchen Leckerlis eingesetzt wird. In den USA hat die FDA den Einsatz in Katzenfutter verboten, weil Propylenglykol bei Katzen Heinz-Körper-Anämie verursachen kann. Das ist eine Form der Blutarmut, bei der rote Blutkörperchen geschädigt werden. In der EU ist der Stoff für Katzenfutter weiterhin zugelassen, allerdings mit Mengenbeschränkung. Ein Futter, das Propylenglykol enthält, solltest du trotzdem meiden.
Zucker und Karamell
Zucker wird Katzenfutter nicht für den Geschmack zugesetzt. Katzen fehlen funktionierende Süßrezeptoren. Der einzige Zweck: Karamellisierter Zucker färbt das Futter dunkelbraun und macht es für den menschlichen Käufer ansprechender. Katzen profitieren davon in keiner Weise. Langfristig fördert Zucker Übergewicht, Diabetes und Zahnprobleme. Wer tiefer in dieses Thema einsteigen will, findet mehr in unserem Artikel Katzenfutter ohne Zucker.
Konservierungsstoffe: Natürlich vs. synthetisch
Katzenfutter muss haltbar sein. Ohne Konservierung würden die Fette im Futter oxidieren und ranzig werden. Das ist nicht nur eine Geschmacksfrage: Oxidierte Fette produzieren freie Radikale und können Zellschäden verursachen. Die Frage ist also nicht ob, sondern wie konserviert wird.
Natürliche Konservierung
Die beste Option sind Tocopherole (Vitamin E), Ascorbinsäure (Vitamin C) und Rosmarinextrakt. Diese Stoffe sind gleichzeitig Antioxidantien und Nährstoffe. Sie schützen die Fette im Futter und haben keinen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Katze. Der Nachteil: Natürlich konserviertes Futter hat eine kürzere Haltbarkeit als chemisch konserviertes. Statt 24 Monaten sind es oft nur 12 bis 18 Monate. Für die meisten Katzenhalter ist das kein Problem, solange die Dose im Schrank nicht vergessen wird.
Auf der Deklaration erkennst du natürliche Konservierung an Angaben wie "mit Tocopherolen konserviert", "Vitamin E als Antioxidans" oder "Rosmarinextrakt".
Chemische Konservierung
Sorbinsäure (E200) und Kaliumsorbat (E202) sind die gängigsten chemischen Konservierungsstoffe in Nassufutter. Sie hemmen das Wachstum von Schimmelpilzen und Hefen. Im Vergleich zu BHA und BHT gelten sie als unbedenklich. Die EFSA hat beide als sicher für Katzen eingestuft. Viele Hersteller, die auf BHA/BHT verzichten, nutzen Sorbinsäure als Kompromiss zwischen Haltbarkeit und Verträglichkeit.
Phosphorsäure wird in einigen Futtersorten als Säureregulator eingesetzt. In geringen Mengen ist sie unbedenklich, allerdings kann ein hoher Phosphatgehalt bei nierenkranken Katzen problematisch sein. Katzen mit bekannten Nierenproblemen sollten phosphatarmes Futter bekommen.
Lockstoffe und Geschmacksverstärker
Wer sich fragt, warum die eigene Katze das billige Supermarktfutter dem teuren Premiumfutter vorzieht: Lockstoffe sind häufig der Grund.
Hefeextrakt und Leberpulver sind natürliche Geschmacksverstärker, die den Umami-Geschmack verstärken. Katzen reagieren stark auf diese Aromen. Das ist grundsätzlich nicht schädlich, aber es kann dazu führen, dass eine Katze hochwertiges Futter ohne solche Zusätze ablehnt. Der Effekt ist vergleichbar mit Fast Food beim Menschen: Der Gaumen gewöhnt sich an die intensiven Aromen und empfindet natürliche Lebensmittel als fade.
Synthetische Aromastoffe werden auf der Deklaration oft nur als "Aromastoffe" gelistet, ohne Spezifizierung. Das ist legal, aber wenig transparent. Hersteller, die nichts zu verbergen haben, deklarieren die verwendeten Aromastoffe einzeln.
Hydrolysierte tierische Proteine sind eine weitere Kategorie. Protein wird enzymatisch aufgespalten, wodurch intensiv schmeckende Aminosäuren freigesetzt werden. Das Verfahren ist nicht schädlich. Es wird auch in hypoallergenen Diätfuttern eingesetzt, um die Proteine so klein zu machen, dass sie keine allergische Reaktion auslösen. Aber im Standardfutter dienen hydrolysierte Proteine primär als Geschmacksverstärker.
Wenn deine Katze nach einer Futterumstellung das neue, hochwertigere Futter verweigert, liegt es oft an den fehlenden Lockstoffen. Eine schrittweise Umstellung über 7 bis 14 Tage hilft. Mehr dazu im Artikel Futterumstellung bei Katzen.
Deklaration lesen: Offene vs. geschlossene Angabe
Die Art der Deklaration verrät viel über die Philosophie eines Herstellers. Es gibt zwei grundlegende Formen.
Offene Deklaration: Jede Zutat wird einzeln mit Prozentangabe aufgeführt. Beispiel: "65% Hühnerfleisch, 28% Hühnerbrühe, 5% Hühnerleber, 1% Mineralstoffe, 1% Lachsöl". Du siehst genau, was drin ist und wie viel.
Geschlossene Deklaration: Zutaten werden in Gruppen zusammengefasst. Beispiel: "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. 4% Huhn), Getreide, pflanzliche Eiweißextrakte, Mineralstoffe". Du weißt nicht, welches Fleisch, welches Getreide, welche Nebenerzeugnisse. Die Zusammensetzung darf von Charge zu Charge wechseln.
Die Faustregel: Hersteller, die eine offene Deklaration verwenden, haben in der Regel auch bei den Zusatzstoffen nichts zu verbergen. Sie listen Vitamine, Mineralstoffe und Konservierungsmittel einzeln auf, statt sie hinter Sammelbezeichnungen zu verstecken.
Achte besonders auf den Abschnitt "Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe" auf der Dose. Dort findest du die zugesetzten Vitamine und Mineralstoffe mit exakter Mengenangabe pro Kilogramm. Wenn dieser Abschnitt fehlt oder nur "Vitamine und Mineralstoffe" steht, ist das ein Warnsignal. Wer genauer wissen will, wie man eine Deklaration systematisch liest, findet eine ausführliche Anleitung in unserem Artikel Katzenfutter-Deklaration lesen.
Worauf du beim Kauf achten solltest
Fünf Punkte, die du bei jedem Katzenfutter prüfen kannst, ohne Ernährungswissenschaftler zu sein:
1. Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe prüfen. Taurin, Vitamin A, Vitamin D3, Vitamin E, Zink und Eisen sollten mit Mengenangaben deklariert sein. Fehlen diese Angaben, ist das Futter entweder schlecht deklariert oder tatsächlich unzureichend supplementiert.
2. Konservierungsmethode checken. "Mit Tocopherolen konserviert" oder "Vitamin E als Antioxidans" sind ideal. "EG-Zusatzstoffe" ohne weitere Angabe ist verdächtig: Dahinter können sich BHA, BHT oder Ethoxyquin verbergen.
3. Farbstoffe als Ausschlusskriterium. Kein Farbstoff in Katzenfutter hat jemals einen sinnvollen Zweck erfüllt. Enthält das Futter E102, E124, E129 oder ähnliche: Finger weg.
4. Zuckerzusatz erkennen. Zucker, Karamell, Karamellsirup, Saccharose und Glukosesirup sind alles Formen von zugesetztem Zucker. Inulin und FOS (Fructooligosaccharide) hingegen sind Präbiotika und kein zugesetzter Zucker.
5. Gesamtbild bewerten. Ein Futter mit offener Deklaration, hohem Fleischanteil, einzeln aufgeführten Vitaminen und natürlicher Konservierung kommt ohne bedenkliche Zusatzstoffe aus. Die Zusatzstoffliste spiegelt fast immer die Gesamtqualität des Futters wider.
Empfehlungen: Futter mit sinnvollen Zusatzstoffen
Drei Marken, die bei den Zusatzstoffen vorbildlich arbeiten und auf alles Überflüssige verzichten:
Anifit deklariert alle Zusatzstoffe einzeln mit Mengenangabe. Taurin ist mit 1500 mg/kg zugesetzt, die Vitamine A, D3 und E sind exakt dosiert. Konserviert wird mit Vitamin E. Keine Farbstoffe, kein Zucker, keine synthetischen Antioxidantien. Der Fleischanteil liegt bei 99%, wodurch weniger Supplementierung nötig ist als bei Futter mit hohem Pflanzenanteil.
MjAMjAM nutzt ebenfalls eine offene Deklaration mit Einzelzutaten. Die Zusatzstoffliste beschränkt sich auf das Nötige: Taurin, Vitamin D3 und Vitamin E. Durch den hohen Anteil an Innereien (Herz, Leber) deckt das Futter einen Großteil des Vitaminbedarfs bereits über die natürlichen Zutaten ab. Keine Lockstoffe, keine Geschmacksverstärker.
Catz Finefood arbeitet mit natürlicher Konservierung und verzichtet auf Farbstoffe, Zucker und synthetische Aromastoffe. Die Purism-Linie bietet Monoprotein-Sorten mit besonders kurzer Zutatenliste. Die Zusatzstoffe beschränken sich auf Taurin, Vitamin D3 und Mineralstoffe. Für Katzen mit Unverträglichkeiten ist das eine gute Wahl, weil die Zutatenliste übersichtlich bleibt.
Alle drei Marken zeigen: Gutes Katzenfutter kommt mit wenigen, gezielt eingesetzten Zusatzstoffen aus. Je höher der Fleischanteil und je besser die Qualität der Zutaten, desto weniger muss synthetisch ergänzt werden. Die Zusatzstoffliste auf der Dose ist damit nicht nur ein Qualitätsindikator für die Zusätze selbst, sondern für das gesamte Futter.
Häufige Fragen
Welche Zusatzstoffe im Katzenfutter sind unbedenklich?
Vitamine (A, D3, E, B-Komplex) und Mineralstoffe (Kalzium, Phosphor, Magnesium, Zink) sind notwendige Ergänzungen und unbedenklich. Taurin ist als essentielle Aminosäure für Katzen lebensnotwendig. Antioxidantien wie Vitamin E und Rosmarinextrakt als natürliche Konservierungsmittel sind ebenfalls akzeptabel.
Welche Zusatzstoffe sollte ich im Katzenfutter meiden?
BHA (E320), BHT (E321) und Ethoxyquin als synthetische Antioxidantien sind umstritten. Zucker, Saccharose und Melasse sättigen nicht und belasten den Stoffwechsel. Farbstoffe (zum Beispiel E102, E110) dienen nur dem optischen Eindruck des Menschen, nicht der Katze. Geschmacksverstärker wie Glutamat sind ebenfalls unnötig.
Was bedeutet "ohne künstliche Zusätze" auf der Verpackung?
Es bedeutet, dass keine synthetischen Farbstoffe, Aromen oder Konservierungsmittel verwendet werden. Natürliche Konservierungsmittel (Vitamin E, Zitronensäure) sind erlaubt. Diese Aussage ist aber nicht reguliert und muss kritisch gelesen werden – schau trotzdem in die Zutatenliste.
Braucht meine Katze Nahrungsergänzungsmittel?
Bei hochwertigem, vollwertigem Katzenfutter in der Regel nicht. Ausnahmen: ältere Katzen können von Omega-3-Fettsäuren profitieren, Katzen mit Gelenkserkrankungen von Glucosamin, kranke Katzen von spezifischen Ergänzungen nach tierärztlicher Empfehlung. Nie unkontrolliert supplementieren.


