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Edgard & Cooper Katzenfutter im Test 2026

Edgard & Cooper im Praxistest: B-Corp-Marke mit Freilandfleisch. Fleischanteil, Deklaration und Preis-Leistung ehrlich bewertet.

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Edgard & Cooper Katzenfutter Dosen mit frischen Zutaten
Testergebnis nach 5 KriterienMethodik ansehen
Zusammensetzung
Zutatenqualität, keine Zusatzstoffe, kein Zucker
Sehr gut
Fleischanteil
Anteil tierischer Proteine, Fleischqualität
Gut
Deklaration
Transparenz und Vollständigkeit der Angaben
Gut
Akzeptanz
Praxistest mit Milo und Polly
Sehr gut
Preis-Leistung
Preis im Verhältnis zur gebotenen Qualität
Gut
Unabhängig getestet · 4 Wochen Praxistest
3.5/5Sehr gut

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Edgard & Cooper ist eine belgische Tierfuttermarke, die sich als nachhaltige Premium-Alternative positioniert. Freilandfleisch, kompostierbare Verpackungen, B-Corp-Zertifizierung. Das Marketing klingt überzeugend. Im Napf muss sich das Futter aber an denselben Kriterien messen lassen wie jede andere Marke: Fleischanteil, Deklaration, analytische Werte. Ich habe mehrere Sorten über vier Wochen mit Milo und Polly getestet.

Auf einen Blick

  • Hersteller: Edgard & Cooper (Belgien, gegründet 2016)
  • Produktlinien: Adult (Paté und Stückchen in Soße), Kitten, Senior, Bio
  • Fleischanteil: ca. 53-60% (je nach Sorte)
  • Getreide: Nein
  • Zucker: Nein
  • Dosengrößen: 85g
  • Preis: ca. 14-17 EUR/kg
  • Bezugsquellen: Fressnapf, dm, Amazon, ZooRoyal, Dehner

Was ist Edgard & Cooper?

Edgard & Cooper wurde 2016 von zwei belgischen Uni-Kollegen gegründet und hat sich schnell in mehreren europäischen Märkten etabliert. Die Marke gehört zu den wenigen Tierfutterherstellern mit B-Corp-Zertifizierung und ist damit eine von nur fünf zertifizierten Haustiermarken weltweit.

Die Kernversprechen: Freilandfleisch (Huhn, Truthahn) oder MSC-zertifizierter Fisch (Lachs, Kabeljau), Verpackungen aus kompostierbarem Papier und 1% des Umsatzes an die eigene Stiftung. Das Nachhaltigkeitskonzept ist ambitioniert und geht über das hinaus, was man bei den meisten Futtermittelherstellern findet.

Beim Nassfutter gibt es zwei Texturen: Paté (in Schalen) und Stückchen in Soße (in Dosen). Beide Varianten kommen in 85g-Einheiten. Größere Dosen fehlen im Sortiment, was den Kilopreis nach oben treibt.

Zusammensetzung und Deklaration

Die Deklaration von Edgard & Cooper ist teiloffen. Die Hauptzutaten werden mit Prozentangaben aufgeschlüsselt, aber welche Fleischteile genau verarbeitet werden, bleibt unklar. "Freilaufhuhn 46%" kann Muskelfleisch, Herz, Leber oder eine Mischung aus allem sein.

Schauen wir uns die Sorte "Freilaufhuhn" (Stückchen in Soße) an:

BestandteilAngabe
Freilaufhuhn46%
Rind7%
Mineralstoffenicht beziffert
Getrockneter Salbei0,02%
Getrocknete Kurkuma0,02%
Getrocknete Cranberries0,01%

Das ergibt zusammen 53% deklarierte Fleischbestandteile. Der Rest der Zusammensetzung wird nicht weiter aufgeschlüsselt. Auffällig: Die Sorte "Freilaufhuhn" enthält 7% Rind. Für Katzen mit Futtermittelallergien gegen Rind ist das problematisch, weil man es anhand des Sortennamens nicht erwartet.

Die Paté-Variante "Freilaufhuhn" schneidet mit 59% Huhn etwas besser ab. Hier kommen keine zusätzlichen Tierarten hinzu.

Analytische Bestandteile

WertStückchen in SoßePaté
Rohprotein9,0%9,5%
Rohfett5,0%6,0%
Rohasche2,5%2,5%
Rohfaser0,4%0,4%
Feuchtigkeit81%80,5%

Umgerechnet auf die Trockenmasse (Paté): ca. 49% Protein, 31% Fett. Die Werte sind ordentlich, aber nicht herausragend. Der Rohproteingehalt von 9-9,5% liegt im unteren Bereich dessen, was man von einem Futter mit 53-59% Fleischanteil erwartet. Der Aschegehalt von 2,5% ist etwas höher als bei Marken wie Animonda Carny (1,4%), was auf einen höheren Anteil an Knochen oder Mineralstoffen hindeutet.

Calcium- und Phosphorwerte fehlen auf der Verpackung. Das ist ein Minuspunkt, besonders für Halter von Katzen mit Nierenerkrankungen.

Sortenvielfalt

Edgard & Cooper bietet für erwachsene Katzen vier Geschmacksrichtungen an:

SorteFleischanteil (Soße)Tierarten
Freilaufhuhn53%Huhn, Rind
Truthahn & Huhn53%Truthahn, Huhn, Rind
Lachs & Huhn53%Lachs, Huhn, Rind
Huhn & Lamm53%Huhn, Lamm, Rind

Monoprotein-Sorten fehlen komplett. Jede Sorte enthält mindestens zwei, meist drei verschiedene Tierarten. Das macht Ausschlussdiäten unmöglich. Für Katzen mit bestätigten Allergien ist Edgard & Cooper daher keine Option.

Praxistest mit Milo und Polly

Milo (10, EKH, wählerisch, empfindlicher Magen)

Milo hat die Paté-Varianten bevorzugt. Huhn-Paté und Truthahn-Huhn-Paté hat er ohne Zögern gefressen. Die Stückchen in Soße waren weniger beliebt: Er hat die Soße abgeleckt und die Stücke liegen gelassen. Das kenne ich von ihm aber auch bei anderen Marken mit dieser Textur.

Verdauungsprobleme gab es keine. Kein Erbrechen, normaler Stuhlgang über den gesamten Testzeitraum. Die Portionsgröße von 85g passt gut für eine Mahlzeit, wobei Milo selten eine ganze Dose auf einmal frisst.

Polly (4, BKH, frisst alles, auf Diät bei 5,2 kg)

Polly hat alle Sorten gefressen, sowohl Paté als auch Stückchen. Für ihre Diät ist der moderate Fettgehalt von 5-6% brauchbar. Das Problem bei Edgard & Cooper ist die kleine Dosengröße: Mit 85g-Dosen braucht Polly drei Dosen am Tag. Das geht ins Geld.

Geruch und Konsistenz

Die Paté-Varianten haben eine feine, gleichmäßige Konsistenz und riechen angenehm nach Fleisch. Die Stückchen in Soße sind etwas gewöhnungsbedürftig: Die Sauce ist relativ dünn, die Stücke fest. Geöffnete Dosen halten im Kühlschrank gut 24 Stunden. Bei nur 85g pro Dose bleibt in der Regel aber nichts übrig.

Preis-Leistung

Hier liegt die Schwäche von Edgard & Cooper. Für ein Futter mit 53-59% Fleischanteil und teiloffener Deklaration ist der Preis hoch.

Rechnung für eine 4 kg schwere Wohnungskatze (ca. 200-250g Nassfutter pro Tag):

ZeitraumKosten (85g-Dosen)
Pro Tagca. 3,50-4,50 EUR
Pro Monatca. 105-135 EUR
Pro Jahrca. 1.260-1.620 EUR

Im Vergleich mit anderen Marken:

MarkeKilopreis (ca.)Fleischanteil
Edgard & Cooper14-17 EUR53-59%
Animonda Carny6-9 EUR60-70%
MjAMjAM8-12 EUR63-96%
Catz Finefood12-15 EUR65-70%
Anifit17-20 EUR93-99%

Die Rechnung ist ernüchternd: Edgard & Cooper kostet fast so viel wie Anifit, liefert aber deutlich weniger Fleischanteil. MjAMjAM bietet zum halben Preis teilweise doppelt so viel Fleisch. Die Nachhaltigkeit und das B-Corp-Siegel sind sympathisch, rechtfertigen aber aus rein ernährungsphysiologischer Sicht den Aufpreis nicht.

Stiftung Warentest hat das Bio-Paté mit "Befriedigend" (3,0) bewertet.

Vorteile

  • Getreidefrei und zuckerfrei
  • Freilandfleisch und MSC-zertifizierter Fisch
  • Nachhaltige Verpackung (kompostierbar)
  • B-Corp-zertifiziert mit Stiftung
  • Gute Akzeptanz bei beiden Testkatzen
  • Keine künstlichen Zusätze

Nachteile

  • Fleischanteil mit 53-59% unter dem Niveau vergleichbar teurer Marken
  • Teiloffene Deklaration: Fleischteile nicht spezifiziert
  • Keine Mono-Protein-Sorten (ungeeignet bei Allergien)
  • Nur 85g-Dosen: hoher Kilopreis, viel Verpackungsmüll
  • Calcium- und Phosphorwerte fehlen
  • Fast alle Sorten enthalten Rind als Nebenprotein

Fazit

Edgard & Cooper ist ein solides Nassfutter mit starkem Nachhaltigkeitskonzept, aber mittelmäßigem Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer bereit ist, für B-Corp, Freilandfleisch und kompostierbare Verpackung zu zahlen, bekommt ein getreidfreies Futter ohne bedenkliche Zusätze. Wer primär auf Fleischanteil und Transparenz achtet, findet bei MjAMjAM oder Catz Finefood mehr für weniger Geld.

Häufige Fragen

Ist Edgard & Cooper gutes Katzenfutter?

Edgard & Cooper ist ein getreidfreies, zuckerfreies Nassfutter mit Freilandfleisch. Die Qualität der Zutaten ist gut, der Fleischanteil mit 53-59% aber moderat für die Preisklasse. Die Deklaration ist teiloffen, was die Bewertung der Fleischqualität einschränkt. Als Futter ohne bedenkliche Zusätze ist es in Ordnung, als Premium-Futter fehlt es an Transparenz.

Wie hoch ist der Fleischanteil bei Edgard & Cooper?

Je nach Sorte und Textur zwischen 53% und 59%. Die Paté-Varianten enthalten tendenziell mehr Fleisch als die Stückchen in Soße. Im Vergleich mit anderen Marken in ähnlicher Preislage ist das unterdurchschnittlich. MjAMjAM bietet bei niedrigerem Preis bis zu 96% Fleischanteil. Einen Überblick über Katzenfutter mit hohem Fleischanteil habe ich separat zusammengestellt.

Was kostet Edgard & Cooper pro Monat?

Für eine durchschnittliche Katze (4 kg) ca. 105-135 EUR pro Monat. Das liegt im oberen Preissegment, vergleichbar mit Anifit (105-150 EUR). Der Grund: ausschließlich 85g-Dosen, die den Kilopreis auf 14-17 EUR treiben. Bei dm sind Multipacks (8x85g) etwas günstiger als Einzeldosen.

Ist Edgard & Cooper für Katzen mit Allergien geeignet?

Nein. Edgard & Cooper bietet keine Monoprotein-Sorten an. Fast alle Rezepturen enthalten Rind als zusätzliche Proteinquelle, auch wenn es auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist. Für Ausschlussdiäten sind Marken mit konsequenten Single-Protein-Rezepturen besser geeignet.

Was bedeutet B Corp bei Katzenfutter?

B Corp ist eine Zertifizierung für Unternehmen, die bestimmte soziale und ökologische Standards erfüllen. Edgard & Cooper ist eine von fünf Haustiermarken weltweit mit diesem Siegel. Die Zertifizierung bezieht sich auf das Unternehmen als Ganzes: Lieferketten, Mitarbeiterbehandlung, Umweltauswirkungen. Über die ernährungsphysiologische Qualität des Futters sagt sie nichts aus.

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