Nassfutter für Katzen im Test 2019 (Wie gut ist es wirklich?)

Cathleen
Cathleen
18. März 2019

Möchtest du wissen, wie gesund Nassfutter ist? Eine berechtigte und wichtige Frage, die die Lebensqualität deiner Katze beeinflussen wird! Hast du bedenken, dass das ausgewählte Futter nicht das richtige für dein Haustier ist? Dann zeige ich dir jetzt alles, was du wirklich wissen musst. Viel Spaß beim Lesen.

katze frisst

Was ist die Nassfutter?

Im Allgemeinen ist Nassfutter eine alternative Fütterungsart für deine Schmusekatze. Um die Ernährungsbedürfnisse einer Katze zu befriedigen, muss dieses Futter nicht nur lecker schmecken. Es muss auch qualitativ gut sein.

Nassfutter ist unter Katzenbesitzern besonders beliebt, da der Flüssigkeitsgehalt meist den Bedarf an Wasser abdeckt.

Wusstest du, dass Nassfutter je nach Sorte bis zu 80 % Wasser enthält.

Das Problem kennst du sicherlich, oder? Unsere lieben Katzen sind sehr sparsam, wenn es um Flüssigkeitsaufnahme geht. Da eignet sich Nassfutter hervorragend.

Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass Nassfutter aus der Dose eine bessere Wahl ist als Trockenfutter.

 

Wie wird Nassfutter hergestellt?

Das Nassfutter wird in einem ganz anderen Prozess hergestellt als das Trockenfutter. Im Allgemeinen werden Fleischnebenprodukte, Gemüse, Getreide, Mineralien und Öle mit Wasser und Geliermitteln gemischt. Dann wird diese Masse zu einem Brei gemahlen. In einem Dampftunnel wird das ganze zur Verfestigung teilweise gekocht. Anschließend wird es mit Hilfe von Schaufeln geschnitten und portioniert.

So sieht das Produkt wie ein echtes Stück Fleisch aus! Nachdem es mit Soße oder Gel in Behälter abgefüllt wird, werden sie fest verschlossen. In einem unter Druck stehenden Herd köchelt es für 2 Stunden, damit die Sterilisation gewährleistet ist.

Durch den ganzen Prozess gehen natürlich auch wichtige Nährstoffe verloren. Die findest du dann zum Teil als Zusatzstoff in der Inhaltsliste des Futters wieder 🙂

Das ist auch der Grund, wieso wir in der täglichen Ernährung auf zusätzliche Nährstoffe wert legen.

 

Vorteile von Nassfutter

  • Schmackhaft: Wenn es um die Vorteile von Dosenfutter geht, scheinen viele Katzen es köstlicher zu finden als Trockenfutter. Dies kann eine gute Lösung sein, wenn deine Katze sehr wählerisch ist.
  • Hoher Wassergehalt: Nassfutter hat einen höheren Wassergehalt als Trockenfutter. Weigert sich auch deine Katze zu trinken, wird Nassfutter ideal für sie sein.

(Falls du dir nicht sicher bist, ob dein Haustier ausreichend trinkt, kannst du dir am Ende des Artikels anschauen, wie viel sie in der Regel braucht.)

  • Vermindert gesundheitliche Risiken: Wieso das Wasser so wichtig ist, erkennt man meist an den Krankheiten, die sich im Laufe der Zeit ergeben. Ganz typisch sind Krankheiten der Niere oder der Harnwege. Dein Kätzchen ist dabei auf deine Unterstützung angewiesen, wenn es nicht unter den Betroffenen sein soll.

 

Nachteile von Nassfutter

  • Kosten: Im Vergleich zu Trockenfutter, ist Nassfutter die teure Variante.
  • Plaque und Zahnstein: Hier kann man nicht mit Zahnunterstützung punkten. Ganz im Gegenteil. Regelmäßiger Verzehr fördert die Bildung von Plaque und Zahnstein. Hier empfehle ich, die Zahnreinigung regelmäßig durchzuführen!
  • Haltbarkeit: Bis zu drei Tagen im Kühlschrank haltbar. Verdirbt schnell.

Bedenke auch, das Futter nicht direkt zum Verzehr bereitzustellen, wenn du es aus dem Kühlschrank holst. Denn eine Magenschleimhautreizung ist keine Seltenheit!

 

Grundlegende Ernährungsbedürfnisse von Katzen

  • Protein aus einer benannten Fleisch-, Fisch- oder Geflügelquelle
  • Taurin, eine essentielle Aminosäure
  • Vitamine, Mineralien, Enzyme und Fettsäuren
  • Wasser

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Nassfutter und Taurin

Schau dir bitte mal die Inhalte der Nassfuttersorten an! Da findest du “Taurin” auf jeden Fall!!

Aber wozu brauchen Katzen Taurin? Was meinst du, was dahinter steckt?

Taurin ist eine Aminosäure, die Katzen zum Überleben brauchen. Leider produziert sie aber der Körper nicht von allein.

Katzen, die Mäuse vernaschen tun dies nicht umsonst. Denn da steckt die höchste Menge an Taurin!

Taurin kommt im Muskelfleisch und in vielen Organen wie Herz, Leber und Niere vor.

Ein Taurinmangel ist eine schlechte Nachricht für Katzen. Ernsthafte Folgen wie Erblindung oder Herzinfarkt können auftreten. Auch Karies kann ein Grund dieses Mangels darstellen.

Also, Vorsicht!

 

Wieso Katzen Fleisch brauchen

Normalerweise jagen Katzen in freier Wildbahn kleine Tiere wie Mäuse, Kaninchen, Hasen und Vögel. Weil Katzen bestimmte Stoffwechselprozesse fehlen, brauchen sie manche Nährstoffe aufgeschlüsselt. Eine Katze holt sich diese notwendigen Nährstoffe aus ihren Beutetieren! Diese Beutetiere fressen Pflanzen und verdauen sie. Frisst nun die Katze beispielsweise Mäuse, nimmt sie sich ihrerseits die wichtigen Nährstoffe, wie Vitamine, auf.

Als Haustier kann eine Katze aber nur eine Dose Katzenfutter erbeuten.

Oft haben unsere Hauskatzen nicht die Möglichkeit, nach eigenem Futter zu suchen. Deshalb ist es für uns wichtig, die proteinreiche, kohlenhydratarme Diät nachzuahmen.

Der beste Weg, die natürliche Ernährung einer Katze nachzuahmen ist Dosenfutter. Dies ist nach wissenschaftlichen Forschungen bewiesen.

Dosenfutter sollte aber in diesem Falle einen Proteingehalt von 40 % oder mehr und einen Kohlenhydratgehalt von 10 % oder weniger haben.

 

Im Vergleich zum Nassfutter ist zum Beispiel Trockenfutter reich an Fett, Kohlenhydraten und Kalorien. In der Tat kann eine kohlenhydratreiche Diät zu Fettleibigkeit und Diabetes führen. Darüber hinaus kann eine Trockenfutterdiät auch den Magen der Katze belasten. Katzen sind nämlich nicht für die Kohlenhydratverdauung programmiert 🙂

Eine Alternative zu Dosenfutter ist auch, gekochtes Fleisch anzubieten. Das sollte aber nicht mit Zwiebeln oder Knoblauch gewürzt werden. Solch eine Mischung ruft giftige Reaktionen hervor.

 

Die Qualität des Nassfutters

Für Katzenfutter werden in der Regel Fleisch, Gemüse, verschiedene Körner, Mineralien und Öle verwendet. Diesen Substanzen werden Wasser und/oder Milch zugesetzt und gemischt. Aber nicht jeder Hersteller wählt für seine Produktion Fleisch guter Qualität. Das aus dem einfachen Grunde, um Produktionskostenersparnisse zu erzielen. So ist auch das Etikett nicht immer gut zu verstehen.

Steckt minderwertiges Fleisch in der Dose, sind die Angaben darüber sehr knapp gehalten. Das Wort Hühnerfleisch oder Fleisch als Inhalt, spiegelt möglicherweise nicht vollständig die Deklaration wider. Wichtig für uns ist zu wissen, welche Fleischart dahinter steckt!

Halt dich jetzt fest!

Diese Produkte könnten in dem Futter drin sein!

Schlachtnebenprodukte: Kadaver (auch von kranken Tieren, zum Beispiel mit Tumorgewebe, Getreiderückständen, Urin, Federn, Füllstoffen, zugesetztem Wasser, Geschmacksverstärkern, Emulgatoren, anderen Zusätzen, Farbstoffen und sogar Zucker! Dieser Brei wird unter Verwendung von Enzymen gebildet und sieht danach aus wie ein echtes Fleischstück.

Gutes Katzenfutter besteht aus Fleisch und nicht aus Fleischnebenprodukten!

 

Beispiele für gutes und schlechtes Futter

Ein Beispiel für gutes Nassfutter wäre: 90 % Rind (aus 90 % Muskelfleisch, 5 % Herz, 5 % Leber)

Im Gegensatz dazu, wäre ein Beispiel für schlechtes Futter: Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u. A. 4 % Rind)

Pflanzliche Inhalte: Katzenfutter sollte 2-5 % pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten. Liegt der Wert darüber, wirkt es sich negativ auf die Verdauung aus.

Rohprotein: Bei Nassfutter sollte dieser Wert idealerweise zwischen 5 und 15 % liegen!

Fette: Angemessen wäre ein Wert zwischen 2-6 %. Hier ist aber das Wort “Fett” auf tierische Fette bezogen!

Mineralstoffen: Ein Wert zwischen 1,5 und 2 % ist akzeptabel.

Ballaststoffe: Dieser Stoff ist auch manchmal als Rohfaseranteil beschrieben: Hier sollte der Wert unter 1% liegen.

(In meinem ausführlichen Testbericht 2019, hast du die Möglichkeit zu sehen, welche Marken, welchen Inhalt anbieten)

Ist Nassfutter besser als Trockenfutter?

Es gibt keine richtige oder falsche Antwort auf die Frage. Sowohl gutes Nassfutter als auch Trockenfutter sind ernährungsphysiologisch vollständig. Der größte Unterschied zwischen beiden ist der Feuchtigkeitsgehalt.

Katzenbesitzer finden trockenes Futter bequemer und denken, dass es für ihre Zähne besser ist. Das ist auch wahr! Jedoch ist Trockenfutter kein 100 % iger Ersatz für die Zahnpflege. Fast alle Katzen benötigen irgendwann eine professionelle Zahnpflege.  Unabhängig davon, ob sie Dosenfutter oder Trockenfutter fressen.

Ich persönlich empfehle lieber Nassfutter.

 

Was sollte in Nassfutter drin sein?

Wenn du Futter für dein Haustier auswählst, sollte es nicht in erster Linie darum gehen, ihren Bauch zu füllen. Das Futter sollte Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die für ihre gesunde Entwicklung notwendig sind.

Reich an folgenden Zutaten sollte das Futter für eine gesunde Katze sein:

Magnesium: Magnesium hilft bei der Regulierung des Nervensystems und des Kreislaufsystems. Damit Katzen einen gesunden Körper haben, kann der Verzehr zu vieler wichtiger Mineralien jedoch zu gesundheitlichen Problemen führen. Herzinfarkt, Schwäche, Blasensteine, Atemwegsstörungen, Depressionen, Schlaganfall oder Muskelschmerzen können auftreten.

Natrium: Es hat viele positive Eigenschaften, wie zum Beispiel die Kommunikation zwischen den Nerven, die Regulierung des Blutdrucks und den pH-Wert im Körper. Übermäßiger Konsum von Soja kann jedoch zu Nierenerkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems oder Herzproblemen führen.

Vitamin D: Deckst du den täglichen Bedarf deiner Katze an Vitamin D, kann sie ihren Kalziumspiegel stabilisieren. So entwickeln sich Knochen und Zähne gesund.

Eiweiß: Die Muskeln und Knochen von Katzen, die reich an Eiweiß sind, entwickeln sich gesund. Darüber hinaus wird das Immunsystem gestärkt. Die Möglichkeit von Infektionskrankheiten verringert sich.

Vergiss aber den Unterschied zwischen Proteinarten nicht! Pflanzliche Proteine sind für Katzen schwerer zu verdauen als tierische.

Kalzium und Phosphor: Die Mineralstoffe sind wichtig für die Blutbildung, den Knochenbau und das Herz. Sehr hohe Phosphorwerte verursachen auch Probleme mit den Nieren. Große Mengen Kalzium könnten die Verfügbarkeit von Zink und Kupfer reduzieren.

Ballaststoffe: Ballaststoffe regulieren die Funktion des Darms und beugen der Entstehung von Verdauungssystemproblemen vor. Achte darauf, dass das ausgewählte Katzenfutter reich an Ballaststoffen ist.

 

Wie viel Nassfutter braucht die Katze?

Auch diese Antwort hängt von mehreren Faktoren ab. Natürlich stehen auf den Verpackungen grundlegende Richtlinien, aber wichtiger ist der Körperzustand.

Eine schlanke, muskulöse Katze, mit großen Knochen, kann 6 Kilogramm wiegen und ein gesundes Gewicht haben. Sie benötigt mehr Kalorien, das gesunde Gewicht zu erhalten.

Eine 6 Kg-Katze mit geringem Knochenübergewicht benötigt jedoch definitiv weniger Kalorien. Die übergewichtige Katze sollte entsprechend ihrem Idealgewicht und nicht nach ihrem tatsächlichen Gewicht gefüttert werden.

Achte auch auf das Alter und das Aktivitätsniveau. Kitten und aktive Katzen benötigen viel mehr Kalorien als erwachsene oder faule Katzen.

Kalorienbedarf in Übersicht

Magere Hauskatzen mit schlankem Körper

  • Eine 2-2,5 Kg- Katze = benötigt etwa 170 Kalorien pro Tag.
  • 4,5 Kg– Katze = 280 Kalorien pro Tag.
  • 6,5- 7 Kg– Katze = 360 Kalorien pro Tag.
  • 8,5- 9 Kg- Katze = 440 Kalorien pro Tag.

Übergewichtige Hauskatzen

  • Eine 2- 2,5 Kg– Katze benötigt ungefähr 180 Kalorien pro Tag.
  • 4,5 Kg- Katze = 240 Kalorien pro Tag.
  • 6,5- 7 Kg– Katze= 280 Kalorien pro Tag.
  • 9 Kg- Katze= 310 Kalorien pro Tag.

Schwangere / Stillkatzen

  • Eine 2- 2,5 Kg– schwangere oder stillende Katze benötigt etwa 336 Kalorien pro Tag.
  • 4,5 Kg- Katze = 603 Kalorien pro Tag.
  • 6,5- 7 Kg- Katze= 851 Kalorien pro Tag.
  • 8,5- 9 Kg = 1.091 Kalorien pro Tag.

Wie viel Milliliter Wasser braucht deine Katze?

Um zu bestimmen, wie viel Wasser deine Katze braucht, musst du ihre Ernährungsart berücksichtigen. Frisst sie überwiegend Nassfutter, braucht sie circa 30 ml Wasser pro Tag. Bei Trockenfutter sehen die Werte aber anders aus, da es etwa 10 % Wasser enthält.

Damit deine Katze mehr trinkt könntest du beispielsweise in den wärmeren Monaten Eiswürfel in die Wasserschale tun. Das weckt das Interesse und verleitet zum Trinken.

Bist du dir dennoch nicht sicher, empfehlen wir einen Besuch beim Tierarzt.

Tipp: Bei der Ernährungsentscheidung ist es ratsam, einen Tierarzt zu fragen. Was am besten für dein Kätzchen geeignet ist, kann er besser beantworten. Je nach Alter, Gewicht, Lebensstil und allgemeiner Gesundheit wird er die geeignetste Diät vorzuschlagen.

Das Wichtigste zusammengefasst

Das solltest du jetzt wissen.

  • Nassfutter ist aufgrund des Wassergehaltes für Katzen eine sicherere Wahl
  • Angebrochene Dosen immer im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb 3 Tagen aufbrauchen
  • Lasse dich nicht von der Menge des Nassfutters täuschen. Es sieht wenig aus, ist aber sehr sättigend und kalorienreich
  • Fütterung minderwertiger Nahrungsmittel über einen langen Zeitraum führt oft zu schweren Erkrankungen.
  • Trotz des Wassergehaltes im Nassfutter, immer frisches Wasser zur Verfügung stellen

Die 16 besten Katzenfutter Marken findest du übrigens hier in unserer großen Übersicht.