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Getreidefreies Katzenfutter im Test (Wie gut ist es wirklich?)

31. Januar 2020

Du bist auf der Suche nach getreidefreien Katzenfutter? Es gibt viele Gründe, auf Getreide im Futter zu verzichten. Gerade bei Katzen ist Getreide völlig überflüssig. Sie sind ganz klare Fleischfresser.

Zuerst einmal zeige ich dir meine Top-Empfehlungen und gehe dann auf die wichtigsten Themen ein.

Getreidefreies Katzenfutter

Top 3 Bestenliste

Mit Taurin Thrive Katze PremiumPlus
  • Mit 90% Huhn
  • Ohne jegliche Zusätze
  • Cerialen- und Getreide-frei
Gute Verträglichkeit Catz finefood N° 5 Lachs und Geflügel
  • Ohne Zusatz von Zucker
  • Kein Sojaprotein
  • Kein Knochenmehl

 

Was ist getreidefreies Katzenfutter?

Wie der Name schon sagt, beinhaltet getreidefreies Futter kein Getreide. Es enthält keinen Mais, Weizen oder andere Körner. Hier erfährst du, ob dies die bessere Wahl für deine Katze ist.

Wenn eine der folgenden Angaben in den Zutaten aufgeführt ist, ist das Lebensmittel NICHT getreidefrei:

  • Weizen
  • Reis
  • Hafer
  • Mais
  • Gerste
  • Nudeln
  • Roggen

Getreidehaltige Körner enthalten große Mengen an Kohlenhydraten sowie geringere Mengen an Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen.

Kohlenhydrate sind zwar nicht schlecht, aber in diesen Körnern steckt einfach zu viel davon. Um möglichst billig zu produzieren, fügen Hersteller mehr Getreide als notwendig dem Futter zu.

Was steckt dann in dem Futter als Ersatz für Getreide?

Katze schaut Fressen an

Getreidefreies Futter enthält eine alternative Kohlenhydratquelle. Das ist notwendig, um die ganze Masse bei der Verarbeitung fest zusammenzuhalten.

Es ist sozusagen ein Bindemittel. Zutaten können Kartoffeln, Kürbis, Erbsen, Linsen und Äpfel sein.

Meist werden Kartoffeln anstelle von Getreide verwendet. Du frägst dich jetzt sicherlich, ob Kartoffeln tatsächlich die bessere Wahl sind. Schließlich stecken gerade in Kartoffeln viele Kohlenhydrate stecken. Schließlich wollen wir ja nicht unsere Katzen mit übermäßigen Kohlenhydraten vollstopfen!

Hierzu gibt es verschiedene Meinungen: Befürworter einer getreidefreien Ernährung behaupten, dass Körner eine unnatürliche Nahrungsquelle für unsere Katzen sind.

Sie argumentieren, dass die Vorfahren unserer heutigen Katzen kein Getreide gefressen haben. Man könnte jedoch argumentieren:

Kartoffeln und andere Formen von Kohlenhydraten für unsere Samtpfoten sind nicht „natürlicher“ als Getreide.

Glücklicherweise haben sich unsere Katzen, wie auch Hunde, dazu weiterentwickelt, Getreide sowie viele andere Kohlenhydratquellen (einschließlich Kartoffeln) zu verdauen.

Die 6 Vorteile von getreidefreiem Katzenfutter

Kätzchen

Hier findest du die wichtigsten Gründe für ein getreidefreies Futter:

  1. Artgerecht: Katzen sind von Natur aus Fleischfresser. Darum jagen Katzen gerne Mäuse und ähnliche Kleintiere.
  2. Gewicht: Die Wahl dieses Futters ist unter Katzenliebhabern beliebt. Diese Art von Diät hilft deiner Katze, ein gesundes Gewicht beizubehalten
  3. Verdauung: Es ist besser für das Verdauungssystem – auch wenn deine Katze “nicht getreidefreies Futter” vertragen sollte! Für Katzen, die Verdauungsprobleme haben, ist es sowieso eine gute Wahl.
  4. Beugt Krankheiten vor: Es beugt gesundheitlichen Problemen wie Diabetes, Lebererkrankungen und Nierenerkrankungen vor.
  5. Schützt Muskel: Wenn deine Katze altert, verhindert die Wahl einer proteinreichen Diät auch den Verlust von Muskelmasse.
  6. Für Allergiker geeignet: Abgesehen von den Aspekten, gibt es Katzen, die getreidehaltiges  Futter absolut nicht vertragen.

 

Achte vor dem Kauf auf diese 2 Punkte

Bevor du dich für eine getreidefreie Diät für deine Katze entscheidest, musst du folgende Faktoren berücksichtigen:

  1. Ausbalancierte Inhaltsstoffe
  • Handelt es sich bei der Katzennahrung tatsächlich um getreidefreie Futter? Prüfe, wodurch die Hersteller die fehlenden Körner ersetzt haben. Ist die Verteilung von Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen, Proteinen und Mineralien angemessen? Überprüfe das Verhältnis jedes Elements pro Portion.
  • Zucker ist ein anderer Zusatzstoff, der gerne von Herstellern benutzt wird. Gesund ist er keineswegs. Wähle möglichst zuckerfreie Produkte, damit deine Katze kein Übergewicht oder sogar Diabetes bekommt.
  • Vergewissere dich außerdem, dass das ausgewählte Katzenfutter reich an Eiweiß ist und nicht mit getreidefreien Kohlenhydratquellen wie beispielsweise Kartoffeln angefüllt ist.
  1. Indoor- oder Outdoor-Katzen
  • Berücksichtige den Aktivitätsgrad und den Lebensstil deiner Katze. Freigänger essen gerne das, was in der freien Wildbahn selbst jagen können. Beispiele hierfür sind kleine Nagetiere, Vögel oder Mäuse. Sie können Nährstoffe aus diesen Lebensmitteln beziehen. Wenn sie zusätzlich noch Katzenfutter und Snacks zu sich nehmen, ist es wichtig, eine mögliche Gewichtszunahme zu überwachen. Läuft deine Katze gerne draußen herum, ist es ein guter Weg, Kalorien zu verbrennen. Auf diese Weise brauchst du dir weniger Sorgen zu machen, da sie unter artgerechten Bedingungen frisst.

Was sollte allgemein in Katzenfutter enthalten sein?

Zutaten Katzenfutter

Eine ausgewogene Zusammensetzung ist das Wichtigste, worauf du in einem Futter in erster Linie achten solltest.

Es sollte Vitamine und Mineralstoffe enthalten sein, die in richtiger Menge aufeinander abgestimmt sind. Das ist für die gesunde Entwicklung deiner Samtpfote notwendig.

Ein artgerechtes Futter, sollte reich an folgenden Zutaten sein:

  • Taurin ist eine Aminosäure, die Katzen zum Überleben brauchen. Taurinmangel kann bei Katzen zu Erblindung oder Herzinfarkt führen. Auch Karies kann ein Grund für Taurinmangel darstellen. Pro Kilogramm Futter sind circa 2500 mg Taurin angemessen.
  • Magnesium  bestimmt die Regulierung des Nervensystems und des Kreislaufsystems.

Allerdings kann der Verzehr zu vieler Mineralien zu gesundheitlichen Problemen führen. Herzinfarkt, Schwäche, Blasensteine, Atemwegstörungen, Depressionen, Schlaganfall oder Muskelschmerzen können auftreten.

  • Natrium ist für die Kommunikation zwischen den Nerven, die Regulierung des Blutdrucks und des pH-Wert im Körper zuständig. Auch ist es ein wichtiger Mineralstoff.

Auch hier gilt: Übermäßiger Konsum kann zu Nierenerkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems oder Herzproblemen führen.

  • Vitamin D sorgt für eine Stabilisierung des Kalziumspiegels. Dieser ist für die gesunde Entwicklung der Knochen und Zähne deiner Katze zuständig. Deshalb sollte der tägliche Vitamin D Bedarf immer gedeckt werden.
  • Eiweiß ist notwendig für Musekln und Knochen. Nur so kann sich deine Katze gut und gesund entwickeln. Zusätzlich stärkt das Eiweiß das Immunsystem. Somit verringert sich die Möglichkeit von Infektionskrankheiten.

Merke dir aber den Unterschied zwischen den Proteinarten: Pflanzliche Proteine sind für Katzen schwerer zu verdauen als tierische.

  • Kalzium und Phosphor sind wichtige Mineralstoffe, die ebenfalls eine große Rolle beim Knochenaufbau spielen. Unter anderem sorgen sie für die Blutbildung und ein gesundes Herz. Ein Kalzium-Phosphor-Verhältnis von 1,2 zu 1 ist angemessen.

Sehr hohe Phosphorwerte verursachen Nierenprobleme. Große Mengen Kalzium können die Verfügbarkeit von Zink und Kupfer reduzieren.

  • Ballaststoffe regulieren die Funktion des Darms und beugen der Entstehung von Problemen des Verdauungssystems vor. Achte darauf, dass das ausgewählte Katzenfutter reich an Ballaststoffen ist.

Diese Zusatzstoffe sollten nicht in Katzenfutter vorkommen

Zucker

Leider sind die unten aufgeführten Zusatzstoffe oft in qualitativ schlechtem Katzenfutter vorzufinden. Meist werden sie verwendet, um minderwertige Inhaltsstoffe zu vertuschen.

➡ So wird der Geschmack mit Geschmacksverstärker verfeinert.

Das was du dir merken musst sind hier Buchstaben, die als Kürzel für diese Verstärker stehen. Außerdem werden meist Fachbegriffe, von denen man als Laie nicht viel versteht, aufgeführt. Du solltest wissen was dahinter steckt:

  1. E-Kürzel: In Betracht kommen hier E620 bis E650
  2. Glutaminsäure oder Natriumglutamat
  3. Hefeextrakt
  4. Zucker: Dazu gehören Begriffe wie Melasse, Karamell, Sirup, Fruktose, Maltose, Glukose, Dextrose, Oligofruktose und Frukto-Oligosaccharide
  5. Süßstoffe: Aspartam oder Sorbit (E420), Mannit (E421), Acesulfam K (E950) und Erythritbis (E968).
  6. Farbstoffe/ Verdickungsmittel: E-Nummern zwischen Curcumin (E100) und Litholrubin BK (E180). Emulgatoren und Geliermittel, Lecithin E322 und Alginsäure (E400) und Sorbitanmonopalmitat (E495).

Konservierungsstoffe in Katzenfutter: Natürlich befürworte ich nicht den Zusatz von Konservierungsstoffen. Aber leider gehören Konservierungsstoffe in das Katzenfutter, um die Haltbarkeit zu gewährleisten.

Trotz Allem gibt es Stoffe, die nicht unbedingt in Katzenfutter sein müssen. Künstliche Konservierungsstoffe, wie Sorbinsäure (E200), Fumarsäure (E297) sowie Lysozym (E1105) sind nicht zwingend notwendig.

Verwende bei diesen Anzeichen getreidefreies Futter

Katze leckt Pfötchen

Die Mehrheit der Katzen braucht kein getreidefreies Futter. Dennoch reagieren einige von ihnen negativ auf getreidehaltiges Futter.

Verhaltensänderungen deiner Katze, deuten immer auf ein Unwohlbefinden oder auf ein gesundheitliches Problem hin. Bei einer Futterunverträglichkeit kommen oft die gleichen Anzeichen zum Vorschein.

Diese sind:

  • Große Stuhlmengen durch geringe Verdaulichkeit
  • Durchfall und/ oder Erbrechen
  • Magersucht
  • Gas oder Koliken
  • Dauerhaftes Lecken der Pfoten
  • Entzündete Ohren
  • Juckreiz, Haarausfall oder andere allergische Hautreaktionen
  • kahle Hautstellen

Dennoch ist ein Arztbesuch dringend notwendig, um die bestehenden Beschwerden zu lindern und eine konkrete Diagnose festzustellen!

Getreidefrei: Nass- oder Trockenfutter?

Nassfutter und Trockenfutter

Ist dein Haustier kein Fan von Trockenfutter, bieten sehr viele Hersteller getreidefreies Nassfutter an. Getreidefreie Nass- und Trockenfutter werden nach ihrem Wassergehalt getrennt.

▶ In Trockenfutter stehen nur 3 % – 12 % Wasser zur Verfügung, während es in Nassfutter mit 60 % – 80 % enthalten ist.

Nassfutter sollte immer an einem kühlen Ort aufbewahrt werden, um das Verderben zu vermeiden. Es sollte jedoch nur etwa drei Tage verabreicht werden.

Trockenfutter ist aufgrund der Haltbarkeit sehr beliebt. Aber hier fehlt das nötige Wasser.

Deshalb ist meine Empfehlung eine gesunde Mischung beider Futtermittel.

Nicht zu vergessen: Getreidefreies Nassfutter hat einen viel intensiveren Geschmack als Trockenfutter.

Ist getreidehaltiges Futter schädlich?

Bis jetzt habe ich versucht, dich über getreidefreies Futter aufzuklären. Aber dies soll jetzt nicht bedeutet, dass ich von getreidehaltigem Futter abrate.

Getreidehaltiges Futter kann auch sehr gut verdaubar sein, wenn du ein qualitativ hochwertiges Produkt auswählst. Je nach Verarbeitung ist es gut oder schlecht zu verdauen.

Die Verarbeitung nach “Extruder-Verfahren” erhöht die Verdaulichkeit und auch die Verträglichkeit.

Wichtig bei deiner Auswahl sollte immer das Stichwort “ausgewogen” auf der Verpackung sein. Unabhängig davon, ob es nun getreidefrei ist oder nicht.

Ausgewogen bedeutet, dass alle erforderlichen Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien und Nährstoffe in ausreichender Menge aufeinander abgestimmt sind.

Mein Tipp: Um die richtige Ernährungsentscheidung zu treffen, ist es ratsam, immer einen Tierarzt zu fragen. Er kann dir am besten beantworten, was für deine Katze das passende Futter ist.

Je nach Lebensstil und allgemeiner Gesundheit ändert sich nämlich die Fütterungsart und -menge.

Produktberichte im Detail

 

🥇 Top Empfehlung

Das Rycat Nassfutter ist ein gesundes Futter. Es ist für die Bedürfnisse einer ausgewachsenen oder übergewichtigen Katze geeignet.

Katzen, die einen sensiblen Magen haben, können von diesem Nassfutter bestens profitieren.

Du möchtest einen kompletten Testbericht? Den findest du hier: Wie gut ist das Rycat Bio Ente?

Mit Taurin

Das Unternehmen arbeitet mit Sorgfalt und vermeidet den Zusatz von Geschmacksverstärkern, Getreide und künstlichen Zusatzstoffen. Das macht das Thrive Trockenfutter besonders hochwertig.

Thrive bietet außer den Trockenfuttersorten auch Nassfutter, Nahrungsergänzungen, Snacks, Leckerlis und Topper an.

Du möchtest einen kompletten Testbericht? Den findest du hier: Wie gut ist das Thrive Katzenfutter?

Gut verträglich

Das Catz Nassfutter ist ein gesundes Futter. Es deckt die Bedürfnisse einer ausgewachsenen oder übergewichtigen Katze.

Das Futter hat keine Geschmacksverstärker, kein Getreide, kein Zucker oder künstliche Zusatzstoffe.

Du möchtest einen kompletten Testbericht? Den findest du hier: Wie gut ist das Catz Katzenfutter?

Das Wichtigste zusammengefasst

katzenfutter icon

  • Getreidefreies Futter ist wegen des Eiweißwertes und des natürlichen Fleischgehalts eine teure, aber sehr gesunde Variante.
  • Es ist ideal für allergische Katzen oder Katzen, die empfindlich reagieren.
  • In Bezug auf die Nährwerte, ist getreidefreies Futter besser als getreidehaltiges.
  • Deine Katze fühlt sich dadurch länger gesättigt.
  • Katzenfutter sollte in erster Linie die richtige Zusammensetzung haben, um Fettleibigkeit zu vermeiden.

Die 16 besten Katzenfutter Marken findest du übrigens hier in unserer großen Übersicht.

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