Getreidefreies Katzenfutter im Test 2019 (Wie gut ist es wirklich?)

Cathleen
Cathleen
14. März 2019

Du bist auf der Suche nach getreidefreien Katzenfutter? Es gibt viele Gründe, auf Getreide beim Futter zu verzichten. Gerade bei Katzen ist Getreide nicht wichtig. Sie sind ganz klare Fleischfresser. Worauf du beim Kauf achten musst und ein paar Tipps zum Futter findest du hier. Also sei gespannt.

Getreidefreies Katzenfutter

Was ist getreidefreies Katzenfutter?

Wie schon der Name verrät, ist getreidefreies Futter “getreidefrei”. Es enthält keinen Mais, Weizen oder andere Körner. Ob dies die bessere Wahl für dein Haustier ist, auf diese Frage wollen wir auf den Grund gehen.

Wenn eine der folgenden Angaben in den Zutaten aufgeführt ist, ist das Lebensmittel NICHT getreidefrei:

  • Weizen
  • Reis
  • Hafer
  • Mais
  • Gerste
  • Nudeln
  • Roggen

Getreidehaltige Körner enthalten große Mengen an Kohlenhydraten sowie geringere Mengen an Proteinen, Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen. Kohlenhydrate sind zwar nicht schlecht, aber in diesen Körnern steckt einfach zu viel davon. Und wenn der Hersteller gerne billig produziert, ist dieser Inhalt mehr als notwendig im Futter drin.

 

Was steckt dann in dem Futter als Ersatz für Getreide?

Getreidefrei Futter enthalten alternative Kohlenhydratquellen. Das ist notwendig, um die ganze Masse bei der Verarbeitung fest zusammenzuhalten. Es ist sozusagen ein Bindemittel. Zutatenlisten können Kartoffeln, Kürbis, Erbsen, Linsen und Äpfel enthalten.

Meist werden Kartoffeln anstelle der Getreide verwendet. Aber stopp mal! Kartoffeln? Ist dies eine bessere Wahl, gerade wo in Kartoffeln viele Kohlenhydrate stecken? Schließlich wollen wir ja nicht unsere Katzen mit übermäßigen Kohlenhydraten vollstopfen!

Da gibt es verschiedene Meinungen zu. Befürworter einer getreidefreien Ernährung behaupten, dass Körner eine unnatürliche Nahrungsquelle für unsere Haustiere sind. Sie argumentieren, dass die Vorfahren unserer heutigen Katzen kein Getreide gefressen haben. Man könnte jedoch argumentieren: „Kartoffeln und andere Formen von Kohlenhydraten für unsere Haustiere sind nicht „natürlicher“ als Getreide.“

Glücklicherweise haben sich unsere Katzen, darunter auch Hunde dazu entwickelt, Getreide sowie viele andere Kohlenhydratquellen (einschließlich Kartoffeln) zu verdauen.

 

Vorteile von getreidefreiem Katzenfutter?

Wieso man gerne auf ein getreidefreies Produkt zugreift, hat einige wichtige Gründe.

  1. Artgerecht: Katzen sind Fleischfresser! Darum jagen Katzen gerne Mäusen und ähnlichen Kleintieren hinterher.
  2. Gewicht: Die Auswahl solch eines Produktes, ist unter Katzenliebhabern beliebt. Diese Art von Diät hilft Katzen, ein gesundes Gewicht beizubehalten
  3. Verdauung: Besseres Verdauungssystem. Auch wenn Katzen “nicht getreidefreies Futter” vertragen! Für Katzen, die ein Verdauungsproblem haben, ist es eine gute Wahl
  4. Beugt Krankheiten vor: Beugt gesundheitlichen Problemen wie Diabetes, Lebererkrankungen und Nierenerkrankungen vor.
  5. Schützt Muskel: Wenn deine Katze altert, verhindert die Wahl einer proteinreichen Diät auch den Verlust von Muskelmasse.
  6. Allergiker geeignet: Abgesehen von den Aspekten, gibt es Katzen, die Getreide enthaltenes Futter absolut nicht vertragen. Es sind Allergiker Katzen, die diese besondere Nahrung brauchen.

 

Achte vor dem Kauf auf diese Punkte

Bevor du dich für eine kornfreie Diät deiner Katze entscheidest, musst du folgende Faktoren berücksichtigen:

  1. Balance
  • Handelt es sich bei der Katzennahrung um getreidefreie Ernährung? Prüfe, wie sich die Hersteller dafür eingesetzt haben, um die fehlenden Körner zu ersetzen. Verteilung von Fetten, Kohlenhydraten, Vitaminen, Proteinen und Mineralien. Überprüfe das Verhältnis jedes Elements pro Portion.
  • Zucker ist ein anderer Zusatzstoff, der gerne von Herstellern benutzt wird. Gesund ist er keineswegs. Wähle möglichst zuckerfrei Produkte, damit du nicht mit Gewicht und Diabetes- Problemen kämpfen musst.
  • Vergewissere dich außerdem, dass das ausgewählte Katzenfutter reich an Eiweiß ist und nicht mit kornfreien Kohlenhydratquellen wie Kartoffeln gefüllt ist.
  1. Indoor- oder Outdoor-Katzen
  • Berücksichtige den Aktivitätsgrad und den Lebensstil deiner Katze. Freilandkatzen essen gerne das, was sie draußen sehen können. Beispiel: Kleine Nagetiere, Vögel und Mäuse. Sie können Nährstoffe aus diesen Lebensmitteln beziehen. Wenn sie zusätzliche Snacks essen, die als Katzenfutter dienen, ist es wichtig, die mögliche Gewichtszunahme zu überwachen. Laufen sie gerne im Garten herum, ist es eine gute Praxis, Kalorien zu verbrennen. Auf diese Weise brauchst du dir weniger Sorgen zu machen, da sie unter artgerechten Bedingungen essen.

Was sollte generell im Katzenfutter stecken?

Eine “ausgewogene” Ernährung ist das Wichtigste, wonach du in einem Futter in erster Linie schauen solltest.

Es sollte Vitamine und Mineralstoffe enthalten, die in richtiger Menge aufeinander abgestimmt sind. Das ist für eine gesunde Entwicklung unsere Pfotenfreunde notwendig.

Für eine gesunde Katze, sollte das Futter reich an folgenden Zutaten sein:

Taurin: Aminosäure, die Katzen zum Überleben brauchen. Taurinmangel kann bei Katzen zu Erblindung oder Herzinfarkt führen. Auch Karies kann ein Grund für Taurinmangel darstellen. Pro Kilogramm sind circa 2500 mg Taurin angemessen.

Magnesium: Die Regulierung des Nervensystems und des Kreislaufsystems wird durch das Magnesium bestimmt. Jedoch kann der Verzehr zu vieler wichtiger Mineralien zu gesundheitlichen Problemen führen. Herzinfarkt, Schwäche, Blasensteine, Atemwegstörungen, Depressionen, Schlaganfall oder Muskelschmerzen können auftreten.

Natrium: Für die Kommunikation zwischen den Nerven, die Regulierung des Blutdrucks und den pH-Wert im Körper, ist Natrium ein wichtiger Mineralstoff. Übermäßiger Konsum kann zu Nierenerkrankungen, Erkrankungen des Nervensystems oder Herzproblemen führen.

Vitamin D: Deckst du den täglichen Bedarf deiner Katze an Vitamin D, kann sie ihren Kalziumspiegel stabilisieren. So entwickeln sich Knochen und Zähne gesund.

Eiweiß: Damit sich die Katze gut und gesund entwickelt, braucht es für ihre Muskeln und Knochen Eiweiß. Zusätzlich stärkt das Eiweiß das Immunsystem. Somit verringert sich die Möglichkeit von Infektionskrankheiten.

Merke dir aber den Unterschied zwischen Proteinarten! Pflanzliche Proteine sind für Katzen schwerer zu verdauen als tierische.

Kalzium und Phosphor: Diese Mineralstoffe spielen ebenfalls eine große Rolle beim Knochenaufbau. Unter anderem sorgt es für die Blutbildung und ein gesundes Herz. Ein Verhältnis von 1,2 zu 1 ist für Kalzium zu Phosphor angemessen.

Sehr hohe Phosphorwerte verursachen Probleme an den Nieren. Große Mengen Kalzium könnten die Verfügbarkeit von Zink und Kupfer reduzieren.

Ballaststoffe: Ballaststoffe regulieren die Funktion des Darms und beugen der Entstehung von Verdauungssystemproblemen vor. Achte darauf, dass das ausgewählte Katzenfutter reich an Ballaststoffen ist.

 

Diese Zusatzstoffe sollten nicht in einem Katzenfutter drin sein

Leider sind die unten aufgeführten Zusatzstoffe oft in schlechtem Katzenfutter vorzufinden. Meist werden sie verwendet, um minderwertige Inhaltsstoffe zu vertuschen. So wird der Geschmack mit Geschmacksverstärker verfeinert und angeboten.

Das was du dir merken musst sind hier Buchstaben, die als Kürzel für diese Verstärker stehen! Und Fachbegriffe, von denen man als Laie nicht viel versteht.

  1. E-Kürzel: Unter Betracht kommen hier E620 bis E650
  2. Glutaminsäure oder Natriumglutamat
  3. Hefeextrakt
  4. Zucker: Dazu gehören Begriffe wie Melasse, Karamell, Sirup, Fruktose, Maltose, Glukose, Dextrose, Oligofruktose und Frukto-Oligosaccharide
  5. Süßstoffe: Aspartam oder Sorbit (E420), Mannit (E421), Acesulfam K (E950) und Erythritbis (E968).
  6. Farbstoffe/ Verdickungsmittel: E-Nummern zwischen Curcumin (E100) und Litholrubin BK (E180). Emulgatoren und Geliermittel, Lecithin E322 und Alginsäure (E400) und Sorbitanmonopalmitat (E495).

Konservierungsstoffe in Katzenfutter: Natürlich befürworte ich nicht den Zusatz von Konservierungsstoffen. Aber leider gehören Konservierungsstoffe in Katzenfutter, um die Haltbarkeit zu gewährleisten.

Trotz Allem gibt es Stoffe, die nicht unbedingt in Katzenfutter sein müssen. Künstliche Konservierungsstoffe, wie Sorbinsäure (E200), Fumarsäure (E297) sowie Lysozym (E1105) sind nicht zwingend notwendig.

Bei welchen Anzeichen getreidefreies Futter verwenden

Die Mehrheit der Katzen braucht kein getreidefreies Futter. Dennoch reagieren einige von ihnen negativ auf getreidehaltiges Futter. Verhaltensänderungen deiner Katze, deuten immer auf ein Unwohlbefinden oder auf ein gesundheitliches Problem hin. Bei einer Futterunverträglichkeit kommen oft die gleichen Anzeichen zum Vorschein. Diese sind oft:

  • Große Stuhlmengen durch geringe Verdaulichkeit
  • Durchfall und/ oder Erbrechen
  • Magersucht
  • Gas oder Koliken
  • Dauerhaftes Lecken der Pfoten
  • Entzündete Ohren
  • Juckreiz, Haarausfall oder andere allergische Hautreaktionen
  • kahle Hautstellen

Dennoch ist ein Arztbesuch dringend notwendig, um die bestehenden Beschwerden zu lindern und eine konkrete Diagnose festzustellen!

 

Getreidefrei: Nass- oder Trockenfutter?

Ist dein Haustier kein Fan von Trockenfutter, bieten sehr viele Hersteller getreidefreies Nassfutter an. Getreidefreie Nass- und Trockenfutter werden nach Wassergehalt getrennt. In Trockenfutter stehen nur 3 % – 12 % Wasser zur Verfügung, während Nassfutter zu 60 % – 80 % verwendet wird. Nassfutter sollte immer an einem kühlen Ort aufbewahrt werden, um das Verderben zu vermeiden. Es sollte jedoch nur etwa drei Tage verabreicht werden.

Trockenfutter ist aufgrund der Haltbarkeit sehr beliebt. Aber hier fehlt das nötige Wasser 🙁

Deshalb ist meine Empfehlung eine gesunde Mischung beider Futtermittel.

Nicht zu vergessen: Getreidefreies Nassfutter hat einen viel intensiveren Geschmack als Trockenfutter.

 

Ist “nicht getreidefreies Futter” schädlich?

Bis jetzt habe ich versucht, dich in getreidefreiem Futter aufzuklären. Aber dies soll jetzt nicht bedeutet, dass ich von getreidehaltigem Futter abrate. Getreidehaltiges Futter ist auch nicht immer schlechter zu verdauen, wenn man davon ausgeht, dass du dir ein Qualitätsprodukt auswählst. Je nach Verarbeitung ist es gut oder schlecht zu verdauen.

Die Verarbeitung nach “Extruder-Verfahren” erhöht die Verdaulichkeit und auch die Verträglichkeit.

Wichtig bei deiner Auswahl sollte immer das Stichwort “ausgewogen” auf der Verpackung sein. Ob es nun getreidefrei ist oder nicht.

Ausgewogen bedeutet, dass alle erforderlichen Inhaltsstoffe wie Vitamine, Mineralien und Nährstoffe in ausreichender Menge aufeinander abgestimmt sind.

Mein Tipp: Um die richtige Ernährungsentscheidung zu treffen, ist es ratsam, immer einen Tierarzt zu fragen. Er kann dir am besten beantworten, was für deine Katze das Passende ist. Je nach Lebensstil und allgemeiner Gesundheit ändert sich nämlich die Fütterungsart und -menge.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Getreidefreies Futter ist wegen des Eiweißwertes und des natürlichen Fleischgehalts eine teure Variante
  • Ideal für Allergiker- Katzen oder Katzen, die empfindlich reagieren
  • In Bezug auf die Nährwerte, ist getreidefreies Futter besser als getreidehaltige Sorten
  • Dein Kätzchen fühlt sich länger satt
  • Katzenfutter sollte mit der richtigen Nahrung ergänzt werden, um Fettleibigkeit zu vermeiden

Die 16 besten Katzenfutter Marken findest du übrigens hier in unserer großen Übersicht.